Smartphone ersetzt Schlüssel bei EMKA-Verschlüssen
Mit Smart Access bietet EMKA eine smartphonebasierte Zutrittslösung für Schränke und Gehäuse. Die Lösung soll den schlüssellosen Zugang ermöglichen, Zugriffsrechte zentral verwaltbar machen und sich ohne Verkabelung in bestehende Industrieumgebungen integrieren lassen.
Mit Smart Access biete EMKA nach eigenen Angaben eine Zutrittslösung, bei der das Smartphone als digitaler Schlüssel fungiere. Grundlage sei der Bluetooth-fähige Schwenkgriff Agent E BLE, der über die kostenfreie App „EMKA Smart Access Key“ angesteuert werde. Ergänzend diene die Software „EMKA Smart Access Manager“ zur zentralen Verwaltung der Griffe sowie zur Vergabe und Kontrolle von Zugangsberechtigungen.
Die Kommunikation zwischen Smartphone und Griff erfolge über Bluetooth Low Energy. Laut Hersteller reiche ein kurzer Knopfdruck aus, um den Griff aus dem Ruhemodus zu aktivieren. Die App zeige anschließend alle Griffe im Umkreis von bis zu sechs Metern an, für die eine Berechtigung vorliege.
Zentrale Verwaltung und Protokollierung
Über den Smart Access Manager würden sämtliche Nutzerrechte zentral vergeben und alle Zugriffe protokolliert. Das Unternehmen gibt an, dass sich unterschiedliche Berechtigungsstufen abbilden ließen – darunter permanente, zeitlich begrenzte oder einmalige Zutritte. Damit solle sich der Zugang zu sensiblen Inhalten kontrolliert steuern und nachvollziehen lassen.
Der Schwenkgriff Agent E BLE sei für marktübliche Schränke ausgelegt und lasse sich ohne Verkabelung installieren. Für die Inbetriebnahme müsse der laufende Betrieb nicht unterbrochen werden, was insbesondere in industriellen Umgebungen ein relevanter Faktor sei.
Einsatzszenarien in Industrie und Verwaltung
EMKA zufolge eigne sich das System insbesondere für Behörden und Einrichtungen, in denen Zutrittsrechte flexibel und kontaktlos vergeben werden sollen. Eine permanente Internetverbindung sei nicht zwingend erforderlich, da Smart Access zeitweise auch im Offline-Modus betrieben werden könne. Dies könne den Einsatz in abgelegenen oder sicherheitskritischen Bereichen erleichtern.
Ein weiterer Anwendungsfall seien Service- und Wartungseinsätze. Durch einmalige oder temporäre Zugangsberechtigungen ließen sich externe Dienstleister gezielt autorisieren, ohne physische Schlüssel ausgeben zu müssen.
Erweiterbarkeit über Access Unit BLE
Neben dem Agent E BLE könnten auch weitere elektromechanische Verschlüsse von EMKA in das System eingebunden werden. Möglich werde dies über die sogenannte Access Unit BLE, eine Interface-Box, an die laut Hersteller bis zu vier elektromechanische Verschlüsse angeschlossen werden könnten. Dazu zählten beispielsweise ultraflache Schwenkgriffe wie das Modell 2225.
Zusätzlich lasse sich die Access Unit BLE mit Türkontakten kombinieren. Dadurch könne neben dem Griffstatus auch der Türzustand – geöffnet oder geschlossen – überwacht und dokumentiert werden. EMKA kündigt zudem an, das Portfolio um elektronische Outdoorgriffe mit erhöhter Widerstandsklasse zu erweitern.
Integration und Skalierbarkeit
Aus Business-Sicht positioniere EMKA Smart Access als skalierbare Lösung, die sich schrittweise in bestehende Schrank- und Gehäusestrukturen integrieren lasse. Durch die Kombination aus App, Verwaltungssoftware und modularer Hardware solle sich das System an unterschiedliche Unternehmensgrößen und Sicherheitsanforderungen anpassen lassen.