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DGR will Forschung und Austausch stärken

Neue Robotik-Fachgesellschaft gegründet

Mit der Deutschen Gesellschaft für Robotik (DGR) e.V. ist eine neue wissenschaftliche Fachgesellschaft entstanden. Sie soll Forschung, Wissenstransfer und fachpolitische Beiträge im Bereich Robotik bündeln und den Austausch zwischen Wissenschaft, Industrie und Politik fördern.

Autor: Diana Künstler • 11.3.2026 • ca. 2:05 Min

Roboter Menschen
© ArtifyStudio01 – shutterstock.com

Im März 2026 ist mit der Deutschen Gesellschaft für Robotik e.V. (DGR) eine neue gemeinnützige Fachgesellschaft gegründet worden. Ziel der Organisation sei laut Gründungsmitgliedern die Förderung von Wissenschaft, Forschung und Bildung im Bereich der Robotik.

Die Gesellschaft verstehe sich als organisatorische Plattform, die Expertise aus Wissenschaft, Industrie und gesellschaftlichen Institutionen bündeln soll. Robotik werde dabei als interdisziplinäres Technologiefeld betrachtet, das Grundlagenforschung, industrielle Anwendungen sowie regulatorische und gesellschaftliche Fragestellungen miteinander verbinde.

Die DGR wolle wissenschaftliche Exzellenz, interdisziplinären Austausch und strukturierten Wissenstransfer zusammenführen. Damit solle die Robotik in Deutschland stärker sichtbar gemacht und die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen, Unternehmen und politischen Institutionen intensiviert werden.

Fokus auf Forschung, Standards und Nachwuchsförderung

Nach Angaben der Organisation verfolgt die DGR ausschließlich gemeinnützige Ziele. Zu den zentralen Aufgaben der Gesellschaft sollen unter anderem wissenschaftliche Publikationen sowie fachliche Stellungnahmen und Empfehlungen gehören. Darüber hinaus plane die Gesellschaft die Organisation von Konferenzen, Workshops, Wettbewerben und weiteren Fachveranstaltungen. Ein weiterer Schwerpunkt liege auf der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie auf der Vergabe von Forschungspreisen.

Die DGR wolle sich zudem aktiv an der Entwicklung von Normen, Standards und Leitlinien im Bereich der Robotik beteiligen. Ebenso sei vorgesehen, fachliche Beiträge in Gesetzgebungsverfahren einzubringen und gesellschaftliche Auswirkungen robotischer Technologien wissenschaftlich zu analysieren.

Gründungsvorstand aus führenden Forschungseinrichtungen

Der Gründungsvorstand der neuen Fachgesellschaft setzt sich aus Wissenschaftlern mehrerer deutscher Universitäten zusammen. Den Vorsitz übernimmt Prof. Tamim Asfour vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Stellvertretender Vorsitzender ist Prof. Oliver Brock von der Technischen Universität Berlin.

Weitere Mitglieder des Vorstands sind Prof. Angela Schoellig von der Technischen Universität München als Schatzmeisterin sowie Prof. Marc Toussaint, ebenfalls Technische Universität Berlin, als Schriftführer.

Der Vorsitzende Asfour erklärt, Ziel der Organisation sei es, eine gemeinsame Plattform für die Robotik-Community zu schaffen und den Austausch zwischen Wissenschaft, Industrie und Politik zu stärken. Die Gesellschaft wolle zudem dazu beitragen, Deutschland als international relevanten Standort für Robotikforschung weiter zu entwickeln.

Auch der stellvertretende Vorsitzende Brock betont laut Angaben der Organisation die Bedeutung einer gemeinsamen institutionellen Plattform für das Forschungsfeld. Die DGR solle als Forum für wissenschaftlichen Austausch dienen und zugleich die Interessen der Robotik in gesellschaftlichen und politischen Debatten vertreten.

Breite wissenschaftliche Beteiligung

Zu den Gründungsmitgliedern zählen laut DGR zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen. Dazu gehören unter anderem Vertreter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Universitäten Stuttgart, Bremen, Bonn und Darmstadt sowie verschiedener Max-Planck- und Fraunhofer-Institute.

Die Beteiligung renommierter Forschungseinrichtungen soll nach Angaben der Organisation die wissenschaftliche Verankerung der Gesellschaft stärken und eine breite fachliche Basis für zukünftige Aktivitäten schaffen.

Plattform für individuelle und institutionelle Mitglieder

Die DGR richtet sich sowohl an Einzelpersonen als auch an institutionelle Mitglieder. Mitglied werden könnten laut Organisation unter anderem Forschende, Lehrende, Studierende sowie Fachkräfte aus der Robotikbranche.

Darüber hinaus sollen auch Universitäten, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und weitere Organisationen mit Bezug zur Robotik der Gesellschaft beitreten können. Ziel sei es, eine offene Plattform zu etablieren, die verschiedene Akteure des Robotik-Ökosystems zusammenführt.