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Mehr Aussteller, mehr Themen, mehr Reichweite

Fiberdays wachsen weiter in Frankfurt

Die Kongressmesse Fiberdays hat 2026 erneut an Größe und thematischer Breite gewonnen. Mit steigenden Aussteller- und Besucherzahlen positioniere sich die Veranstaltung laut Veranstalter BREKO zunehmend als zentrale Plattform für digitale Infrastruktur in Europa.

Autor: Diana Künstler • 27.3.2026 • ca. 1:55 Min

 Fiberdays 2026
Auftakt der Fiberdays in Frankfurt am Main: Vertreter aus Politik und Telekommunikationsbranche eröffneten die Messe, darunter Dr. Stephan Albers (2. v. l.), Geschäftsführer des Bundesverbands Breitbandkommunikation (BREKO), Prof. Dr. Kristina Sinemus (Mitte), Hessische Ministerin für Digitalisierung und Innovation, sowie Norbert Westphal (3. v. r.), Präsident des BREKO.
© Henning Hattendorf/BREKO

Die Fiberdays (Eigenschreibweise fiberdays) haben nach eigenen Angaben ihre Position als Leitmesse für Glasfaser und Digitalisierung weiter ausgebaut. Demnach seien 2026 (25. und 26. März) insgesamt 318 Aussteller auf einer Fläche von 18.000 Quadratmetern vertreten gewesen. Die Zahl der Besucherinnen und Besucher habe bei rund 11.300 gelegen. Damit setze sich die Entwicklung am Standort Messe Frankfurt fort.

Der Veranstalter BREKO Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. führt das Wachstum auf eine erweiterte thematische Ausrichtung sowie auf steigende Nachfrage nach Lösungen für digitale Infrastrukturen zurück. Insbesondere für Telekommunikationsanbieter, Netzbetreiber und Technologieunternehmen gewinne die Veranstaltung an strategischer Relevanz.

Rechenzentren und Internationalisierung als Wachstumstreiber

Neben dem klassischen Glasfaserausbau hätten sich laut Veranstalter insbesondere Themen rund um Rechenzentren als Wachstumstreiber etabliert.

  • Mit der neuen „eco Datacenter Plaza“, umgesetzt in Kooperation mit dem Verband Eco, sei die Bedeutung von Datacenter-Infrastrukturen für Wirtschaft und Verwaltung stärker in den Fokus gerückt worden.
  • Parallel dazu habe der „International Carrier Exchange“ seine Rolle ausgebaut. Das englischsprachige Format solle die europaweite Vernetzung von Netzbetreibern, Cloud-Anbietern und Investoren fördern und sei 2026 mit erweitertem Programm umgesetzt worden.
  • Auch der Wettbewerb „fibercup“ habe eine Internationalisierung erfahren und sei erstmals als Europameisterschaft durchgeführt worden. Dies unterstreiche laut Veranstalter die zunehmende europäische Ausrichtung der Messe.
 Fiberdays 2026
Der Fibercup 2026 fand am 25. und 26. März im Rahmen der Fiberdays in Frankfurt am Main statt. Als Europameisterschaft im Glasfaser-Spleißen brachte der Wettbewerb Fachkräfte zusammen, die ihre Präzision, Geschwindigkeit und Arbeitsqualität beim Verbinden von Glasfasern unter Beweis stellten.
© Henning Hattendorf/BREKO

Neue Formate für Infrastruktur und Gebäudevernetzung

Mit dem „FTTH Inhouse Lab„ sei zudem ein praxisorientiertes Format eingeführt worden. In Kooperation mit Kskdigital und dem Branchenverband werde ein begehbares Modell eines Mehrfamilienhauses präsentiert, das Lösungen für die Glasfaser-Gebäudeverkabelung demonstrieren soll.

Das begleitende Vortragsprogramm adressiere insbesondere Anforderungen der Netzebene 4 und richte sich an Fachplaner, Wohnungswirtschaft und Infrastrukturbetreiber. Ziel sei es, Integrations- und Skalierungsfragen in realistischen Szenarien darzustellen.

Ausbau der Media Hall und weiterer Themenbereiche

Die „media hall„ habe sich laut Veranstalter weiter als Plattform für TV-Produktmanagement und Vermarktung etabliert. Sie richte sich an Medienunternehmen sowie Telekommunikationsanbieter und decke Themen wie FAST-Channels und Content-Distribution ab. 2026 habe die Medienanstalt Hessen erstmals die Schirmherrschaft übernommen.

Weitere etablierte Formate seien das KI-Forum in Kooperation mit Aconium, der Gigabit-Campus öffentlicher Institutionen sowie ein kommunaler Marktplatz gewesen. Diese Bereiche adressierten insbesondere regulatorische Anforderungen, Förderprogramme sowie den Einsatz von KI in Infrastrukturprojekten.

 Fiberdays 2026
Kommunaler Marktplatz auf den Fiberdays: Die Fläche diente als Plattform für den Austausch zwischen Kommunen, Netzbetreibern und Lösungsanbietern zu Ausbauprojekten und digitalen Infrastrukturen.
© Henning Hattendorf/BREKO

Strategische Bedeutung für die Branche

Mit der thematischen Erweiterung und steigenden Internationalisierung positioniere sich die Fiberdays laut Veranstalter als zentrale Plattform für digitale Infrastruktur über Deutschland hinaus. Die Messe adressiere zunehmend integrierte Ökosysteme aus Netzbetrieb, Cloud, Rechenzentren und Medien.

Für Unternehmen biete die Veranstaltung eine Möglichkeit, Partnerschaften aufzubauen, neue Technologien zu evaluieren und sich über regulatorische Entwicklungen zu informieren.

Ausblick auf die Fiberdays 2027

Die nächste Ausgabe der Fiberdays sei für den 17. und 18. Februar 2027 in Frankfurt geplant. Die Standbuchung habe bereits begonnen und werde zu Frühbucherkonditionen angeboten.