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Integration von KI und Warehouse-Management

IFS übernimmt Softeon für Supply Chains

IFS hat Softeon übernommen und erweitert damit seine Plattform um Warehouse-Management-Funktionen. Die kombinierte Lösung soll Unternehmen eine integrierte Steuerung von Lieferketten ermöglichen und Transparenz zwischen Planung und operativer Umsetzung verbessern.

Autor: Diana Künstler • 24.3.2026 • ca. 1:50 Min

Warenhaus, Logistik
© Gumbariya – shutterstock.com

Der Softwareanbieter IFS hat die Übernahme des Warehouse-Management-Spezialisten Softeon abgeschlossen. Mit der Integration soll eine kombinierte Lösung entstehen, die laut Unternehmen Industrial-AI-Funktionalitäten mit einem etablierten Warehouse-Management-System (WMS) verbindet. Ziel sei es, Unternehmen aus Branchen wie Fertigung, Logistik und Handel eine durchgängige Steuerung ihrer Lieferkettenprozesse zu ermöglichen.

Die Lösung adressiere insbesondere die in vielen Organisationen bestehende Trennung zwischen ERP- und WMS-Systemen. Diese führe häufig zu eingeschränkter Transparenz und ineffizienten Abläufen. IFS gibt an, mit der neuen Plattform eine einheitliche Datenbasis und durchgängige Sichtbarkeit über alle Ebenen hinweg bereitzustellen – von der Unternehmensführung bis zur operativen Lagerlogistik.

Plattformansatz für skalierbare Lieferkettenprozesse

Kern der erweiterten Lösung ist die IFS Cloud Platform, die laut Hersteller speziell für kapitalintensive Branchen konzipiert sei. Diese Plattform integriere Industrial-AI-Funktionen, Datenmodelle und branchenspezifische Anwendungen in einer skalierbaren Architektur.

Durch die Ergänzung um die WMS-Technologie von Softeon sollen sich Lagerprozesse enger mit übergeordneten Geschäftsprozessen verzahnen lassen. Das Unternehmen betont insbesondere Integrationsfähigkeit und Interoperabilität, etwa im Zusammenspiel mit automatisierten Lagersystemen und Robotiklösungen.

IFS verweist zudem auf bestehende Kompetenzen in der Orchestrierung von Robotern sowie auf die Möglichkeit, physische Lagerprozesse mit KI-gestützter Entscheidungsunterstützung zu verknüpfen. Dies könne Unternehmen helfen, operative Effizienz zu steigern und gleichzeitig die Komplexität moderner Lieferketten zu beherrschen.

Etablierte WMS-Technologie als Grundlage

Softeon bringt nach Angaben des Unternehmens mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung im Bereich Warehouse-Management ein. Die Plattform sei im Markt etabliert und werde von internationalen Unternehmen eingesetzt, darunter Kunden aus Industrie, Handel und Logistik.

Das System sei laut Anbieter in der Lage, komplexe Lagerprozesse in mehreren Ländern zu steuern und monatlich hohe Transaktionsvolumina zu verarbeiten. Zudem sei die Lösung im „Magic Quadrant for Warehouse Management Systems“ von Gartner als visionär eingestuft worden.

Durch die Integration sollen bestehende Softeon-Kunden weiterhin stabilen Betrieb und zusätzliche Investitionen erhalten. Gleichzeitig könnten IFS-Kunden künftig auf erweiterte WMS-Funktionalitäten zugreifen.

Fokus auf Automatisierung, Resilienz und Bestandsoptimierung

Die kombinierte Lösung soll insbesondere Innovationen in den Bereichen Lagerautomatisierung, Bestandsmanagement und Lieferketten-Resilienz vorantreiben. Laut Hersteller ermögliche die Plattform KI-gestützte Prognosen, optimierte Bestandsführung sowie eine verbesserte Abstimmung zwischen Planung und operativer Umsetzung.

Darüber hinaus werde eine stärkere Unterstützung für automatisierte Lagerumgebungen in Aussicht gestellt, einschließlich der Integration unterschiedlicher Robotiksysteme. Dies könne Unternehmen dabei helfen, ihre Logistikprozesse flexibler und robuster gegenüber Störungen zu gestalten.

Konsolidierung der Systemlandschaft als strategischer Vorteil

Mit dem erweiterten Portfolio positioniert sich IFS als Anbieter einer integrierten End-to-End-Lösung für Supply-Chain-Management. Unternehmen könnten damit ihre Systemlandschaft konsolidieren und die Abhängigkeit von mehreren spezialisierten Anbietern reduzieren.

Die Lösung soll insbesondere für Organisationen relevant sein, die eine hohe Komplexität in ihren Lieferketten bewältigen müssen und gleichzeitig Wert auf Skalierbarkeit, Integration und Datenkonsistenz legen.