Infinigate bringt Torq-KI nach DACH
Infinigate erweitert die Partnerschaft mit Torq in der DACH-Region und bietet eine KI-gestützte SOC-Plattform an, die Sicherheitsprozesse automatisieren, Reaktionszeiten verkürzen und Teams entlasten soll.
Die Infinigate Group erweitert ihre bestehende Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsanbieter Torq auf Deutschland, Österreich und die Schweiz. Das Unternehmen gibt an, damit Channel-Partnern in der Region Zugang zu KI-gestützten Automatisierungslösungen für Security Operations Center (SOC) bereitzustellen.
Die Partnerschaft bestehe bereits auf europäischer Ebene und werde nun gezielt regional ausgebaut. Ziel sei es laut Anbieter, das Portfolio um Lösungen zu ergänzen, die sich in bestehende Sicherheitsarchitekturen integrieren lassen und insbesondere für MSSPs sowie Security-Dienstleister relevant seien.
KI-gestützte SOC-Plattform im Fokus
Mit der Integration der Torq AI SOC-Plattform erweitere Infinigate sein Angebot um eine Lösung, die Sicherheitsprozesse automatisieren und priorisieren soll. Der Hersteller gibt an, dass die Plattform in der Lage sei, irrelevante Alerts herauszufiltern und sicherheitsrelevante Vorfälle automatisiert zu bewerten.
Darüber hinaus solle die Lösung Untersuchungs- und Reaktionsprozesse beschleunigen und gleichzeitig den Bedarf an zusätzlichem Fachpersonal reduzieren. Unternehmen könnten dadurch ihre mittleren Reaktionszeiten (MTTI/MTTR) senken und Sicherheitsanalysten gezielter einsetzen.
Die Plattform unterstütze laut Anbieter skalierbare Mensch-KI-Operationsmodelle und ermögliche eine transparente Steuerung von Sicherheitsprozessen.
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Automatisierung und Self-Service im SOC-Betrieb
Ein zentrales Merkmal der Lösung sei die vollständige Automatisierung der Alarm-Triage. Laut Hersteller könne die Untersuchungszeit um bis zu 90 Prozent reduziert werden, indem gering priorisierte Meldungen automatisiert verarbeitet werden.
Zusätzlich stelle Torq eine Self-Service-Agentenplattform bereit. Diese ermögliche es Sicherheitsteams, eigene KI-Agenten zu erstellen und in bestehende Prozesse zu integrieren. Das Unternehmen gibt an, dass sich dadurch ein deutlich höheres Alarmvolumen bewältigen lasse, ohne zusätzliche personelle Ressourcen aufzubauen.
Die Architektur sei darauf ausgelegt, sich in bestehende Security-Stacks zu integrieren, etwa in SIEM-, SOAR- oder XDR-Umgebungen, und damit eine nahtlose Erweiterung vorhandener Infrastrukturen zu ermöglichen.
Skalierbarkeit und Einsatz in Enterprise-Umgebungen
Torq zufolge seien die KI-Agenten bereits in großem Umfang bei internationalen Konzernen im Einsatz und würden dort Millionen sicherheitsrelevanter Aufgaben automatisiert bearbeiten. Die Lösung sei insbesondere für große, verteilte SOC-Strukturen konzipiert und unterstütze komplexe Enterprise-Anforderungen.
Der Self-Service-Ansatz solle die Implementierung beschleunigen und die Abhängigkeit von externen Dienstleistungen reduzieren. Gleichzeitig könne die Plattform flexibel an spezifische Compliance- und Sicherheitsanforderungen angepasst werden.
Strategische Bedeutung für Channel und MSSPs
Infinigate positioniert die Erweiterung als strategischen Schritt zur Stärkung des Channel-Geschäfts im Bereich Cybersecurity. Das Unternehmen betont, dass die steigende Komplexität der Bedrohungslage eine stärkere Automatisierung und den Einsatz von KI erforderlich mache. Durch die Integration der Torq-Plattform sollen Partner in die Lage versetzt werden, skalierbare Sicherheitsservices anzubieten und gleichzeitig operative Kosten zu senken. Insbesondere Managed Security Service Provider könnten von der höheren Automatisierung und Effizienz profitieren.
„Torq passt nicht zuletzt durch die konsequente Channel-Ausrichtung hervorragend in unser DACH-Portfolio an Cybersicherheitslösungen und liefert vor dem Hintergrund einer immer komplexeren Bedrohungslage effiziente Antworten auf die wachsende Nachfrage nach KI und Automatisierung. Die agentenbasierten Lösungen des stark wachsenden Unternehmens ermöglichen es, manuelle Aufwände dramatisch zu reduzieren, Angriffe in maschineller Geschwindigkeit abzuwehren und so Sicherheitsteams mit minimalem Aufwand zu unterstützen – mit signifikanten Benefits für unsere Partner und Kunden“, erklärt Udo Schillings, Vendor Alliances Manager DACH bei Infinigate.
Auch Torq sieht in der Zusammenarbeit einen wichtigen Hebel für die Markterschließung in Europa. Die bestehende Partnerstruktur von Infinigate ermögliche den Zugang zu relevanten Beratungshäusern und Sicherheitsdienstleistern.
Einordnung: KI-Agenten als Zukunft der Cyberabwehr
Branchenanalysten gehen davon aus, dass agentenbasierte KI-Systeme künftig eine zentrale Rolle in der Cyberabwehr spielen werden. Sie sollen Sicherheitsverantwortliche entlasten, indem sie repetitive Aufgaben automatisieren und schneller auf Bedrohungen reagieren. Die Kombination aus Automatisierung, Skalierbarkeit und Integration in bestehende Systeme gilt dabei als entscheidender Faktor für den Einsatz in Unternehmensumgebungen.