„Es gibt kein Patentrezept für UC“
Vorurteile und Missverständnisse blockieren den Vormarsch vom margenträchtigen Zukunftsfeld Unified-Communications. Johannes Haseneder, Telco-Director bei Allnet, erklärt wie der Fachhandel dem entgegenwirken kann.
Ein Interview mit Johannes Haseneder, Telco-Director bei Allnet.
Herr Haseneder, wie sehen Sie die Entwicklungen im Bereich Unified-Communications und was sind Ihrer Meinung nach die größten Hürden?
Johannes Haseneder: Getrieben durch die sich verändernden Unternehmensanforderungen nutzen immer mehr Unternehmen UC-Bausteine, um die Kommunikation im Unternehmen zu verbessern. Trotzdem gibt es immer noch viele Vorurteile, die vor allem kleinere Unternehmen vor dem Einsatz abschrecken. Dabei lässt sich mit UC-Lösungen ein äußerst lukratives Zusatzgeschäft generieren.
Die größten Hürden sehe ich leider immer noch in der Komplexität des Begriffes UC. Dabei gibt es gar keine allgemeingültige Definition für den Leistungsumfang der Produkte. Um die bestmögliche Integration der Bausteine in die bestehende TK- und IT-Infrastruktur zu ermöglichen, ist eine individuelle Anpassung an das Unternehmen und die internen Prozesse nötig. Und genau da kommen wir ins Spiel, denn das Vereinheitlichen der Kommunikationsmittel zu einer schlagkräftigen Einheit unterschiedlicher Hersteller erfordert eine genaue Bedarfsanalyse, um den größtmöglichen Mehrwert für den Kunden zu erreichen.
Wie unterstützt Allnet seine Fachhändler in ihrer Beratungstätigkeit?
Haseneder: Grundlage stellt für unser UC-Team immer eine individuelle und umfassende Bedarfsanalyse dar. Sie dient dazu dem Kunden eine exakt auf ihn zugeschnittene Lösung anzubieten. So lassen sich auch Fragen zur Installation, Konfiguration und Integration in die bestehende ITK-Welt am besten beantworten. Die einzelnen Bausteine sind teilweise noch stark erklärungsbedürftig, daher ist es besonders wichtig, den Fachhändlern eine gute und fundierte Beratung anzubieten. Eine der wichtigsten Punkte während des Beratungsgesprächs ist die Frage, welche Abläufe und Prozesse innerhalb eines Unternehmens optimiert werden sollen, beziehungsweise welche Verbesserungen der Kunde mit dem Einsatz einer UC-Lösung erreichen möchte.
Zusätzlich bieten wir neben unterschiedlichen Verkaufshilfen, wie Prospektmaterial und direktem Kontakt zu Herstelleransprechpartnern auch zahlreiche Schulungen in unserem „802.lab“-Schulungszentrum zur aktiven Händlerunterstützung an.
Wie sieht in Ihren Augen die ideale UC-Lösung aus?
Haseneder: Es gibt kein Patentrezept für eine perfekte Lösung, da sich die eingesetzten Komponenten individuell an die Anforderungen des Kunden anpassen. Die Komponenten, beziehungsweise die ganze Lösung erreicht auch nur dann den gewünschten Mehrwert und die Erhöhung an Komfort und Effektivität, wenn die richtigen Produkte verbaut werden. Die von mir präferierte Lösung besteht neben einem zukunftsfähigen TK-System vor allem aus Komponenten, die mir dabei helfen, die täglich anfallenden Arbeiten effizienter, genauer und komfortabler zu gestalten. Daher würde ich neben Headsets, einer Fax- und CTI-Software auch noch eine Integration der mobilen Endgeräte in die Unternehmens-Infrastruktur als ideale Lösung ansehen.