Pepperl+Fuchs: Service-Modell für Ex-Industrie-Smartphones
Pepperl+Fuchs und Everphone kooperieren bei Device-as-a-Service für industrielle Mobilgeräte. Unternehmen sollen explosionsgeschützte Smartphones und Tablets künftig inklusive Lifecycle-Management, Staging und Geräteaustausch zentral verwalten und flexibel nutzen können.
Der Automatisierungsspezialist Pepperl+Fuchs hat eine strategische Partnerschaft mit dem Device-as-a-Service-Anbieter Everphone vereinbart. Ziel der Kooperation sei es laut Unternehmen, explosionsgeschützte mobile Endgeräte für industrielle Einsatzumgebungen in ein skalierbares Service-Modell zu integrieren.
Über das DaaS-Angebot von Everphone sollen Unternehmen Smartphones und Tablets von Pepperl+Fuchs künftig flexibel beziehen und zentral verwalten können. Der Service umfasse neben der Bereitstellung der Hardware auch Lifecycle-Management, Gerätekonfiguration (Staging) sowie Austauschservices im Schadensfall.
Anbieter zum Thema
Insbesondere Organisationen aus Energieversorgung, Chemieindustrie, Fertigung oder Logistik könnten dadurch mobile Endgeräte auch in explosionsgefährdeten Bereichen einfacher in ihre IT-Strategie integrieren.
Ex-geschützte Geräte für Frontline-Anwendungen
Die mobilen Endgeräte von Pepperl+Fuchs seien speziell für industrielle Einsatzszenarien entwickelt worden und erfüllten laut Hersteller Zertifizierungen wie IP68 sowie den Militärstandard MIL-STD-810H. Zu den verfügbaren Modellen im Everphone-Portfolio zählen:
- das Smartphone Smart-Ex 03,
- das Smartphone Smart-Ex 203,
- das Windows-Tablet Pad-Ex 01 P12 sowie
- das Android-Tablet Tab-Ex 05
Die Geräte unterstützten unter anderem 5G-Konnektivität, NFC, GPS, Bluetooth und Dual-SIM-Funktionalität. Zusätzlich verfügten sie über robuste Displays, die auch mit Handschuhen bedient werden könnten, sowie über Push-to-Talk-Kommunikation und Funktionen zum Schutz von allein arbeitenden Mitarbeitenden (Lone-Worker-Protection).
Zubehör und Integrationsoptionen
Neben den Endgeräten stelle Everphone auch Zubehör für industrielle Einsatzszenarien bereit. Dazu gehörten beispielsweise USB-C-Adapter zur Anbindung externer Displays sowie Bluetooth-basierte Lautsprecher-Mikrofone für laute Arbeitsumgebungen.
Durch die Integration in das Everphone-Portal könnten Unternehmen ihre Beschaffung und Verwaltung mobiler Geräte zentralisieren. Laut Anbieter ermögliche das einheitliche Service-Modell transparente Kostenstrukturen, definierte Service-Level-Agreements sowie eine Reduzierung administrativer Aufwände für IT-Abteilungen.
Digitalisierung von Frontline-Prozessen
Die Kooperation ziele darauf ab, mobile Arbeitsprozesse in industriellen Umgebungen zu vereinfachen. Anwendungen reichten von Wartung und Inspektion über Qualitätssicherung bis hin zur mobilen Datenerfassung in Echtzeit.
Moderne Industrie-Smartphones und -Tablets könnten dabei mehrere bislang getrennte Arbeitsmittel ersetzen – etwa Klemmbrett, Funkgerät oder Messgeräte. Die Geräte integrierten Funktionen wie Kamera, Sensorik, Kommunikation sowie teilweise Augmented-Reality-Unterstützung in einer explosionsgeschützten Hardwareplattform.
Durch die Kombination aus industrieller Hardware und Device-as-a-Service-Modell könnten Unternehmen laut Anbieter ihre Frontline-Workforce digitalisieren, ohne eigene komplexe Geräteverwaltungsprozesse aufbauen zu müssen.