23.000 ANSI-Lumen
Auf der Cinema Expo in Amsterdam, dem Treffpunkt für die Kinoindustrie, zeigt NEC einen neuen, extrem hellen Projektor und einen digitalen Film-Server. Dabei handelt es sich jedoch nicht um normale Hardware, die man sich eben ins Wohnzimmer stellt. Warum? Die Hardware kostet mehr, als ein Wohnzimmer…
NC1500C
Dieser neue DLP-Projektor hat eine Auflösung von 2.048 x 1.080 Pixel und füllt damit eine Leinwand mit bis zu 15 Meter Breite. Bei so einer Bildfläche und den Projektionsabständen eines Kinos braucht man viel mehr ANSI-Lumen als in einem Heimkino. Das NEC-Gerät wirft laut Hersteller satte 23.000 ANSI-Lumen an die Leinwand und schafft einen Kontrast von 2000:1. Zudem wiegt das Gerät schlappe 160 Kilogramm, was in dieser Branche als "Fliegengewicht" durchgeht. Der Betreiber muss bei so einem Gewicht auch keine Angst haben, dass das Gerät geklaut wird. Das wäre bei diesem Beamer wesentlich einfacher. Als neues Feature lobt NEC eine Memory-Funktion — damit merkt sich das Gerät die Einstellungen. Damit der Projektor auch reiblungslos arbeitet, hält ein Staubschutz das Innenleben sauber und eine integrierte Flüssigkeitskühlung sorgt für die optimale Arbeitstemperatur. Das Gerät kann sogar 3D-Filme ohne zustäzliche Hardware darstellen.
Digital Cinema Screen Server
Über den digitalen Kino-Server möchte NEC noch nicht so viel verraten. Lediglich, dass er für die Verwaltung und die Wiedergabe von Filmen, Werbungen und Standbildern zuständig ist.
Dabei wird es sich wohl um einen Server mit ein paar Terabyte Speicher und Satellitenanbindung handeln. In einigen modernen Kinos können Werbeagenturen direkt auf diese Server zugreifen und dort Filme ablegen. Zudem können die Kinos die Hollywood-Filme gleich digital per Satellit beziehen. Das spart Zeit und Geld. Bei unsicheren Leitungen freut das jedoch die Hacker, die schon in einigen Fällen die Übertragung angezapft haben.