Zum Inhalt springen
Netzwerkfirmen

Alcatel-Lucent erneut mit schwachen Quartalszahlen

Die Wehwehchen von Alcatel-Lucent als Folge der Fusion der beiden Netzausrüster entwickeln sich immer mehr zu einer veritablen Krise. Im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres steht ein operativer Verlust von 260 Millionen Euro an.

Autor: Bernd Reder • 11.9.2007 • ca. 0:40 Min


Musste Aktionären und Analysten schlechte Zahlen präsentieren: Patricia Russo, CEO von Alcatel-Lucent.

Der Umsatz sank in den ersten drei Monaten um acht Prozent auf 3,9 Milliarden Euro. Die Börse war von 4,05 Milliarden Euro ausgegangen.

Nach Angaben von Alcatel-Lucent entwickelte sich das Geschäft in Kernbereichen nicht wie erwartet, speziell bei Komponenten für Mobilfunknetze und Core-Networks von Service-Providern und Telekommunikationsfirmen.

Die Investment-Bank Bear Stearns führt die Probleme auf zwei Faktoren zurück: eine demoralisierte Vertriebsmannschaft und Überschneidungen im Produktportfolio.


Langsame Umstellung von TK-Netzen auf IP

Chief-Executive-Officer Patricia Russo dagegen argumentierte, die Umstellung traditioneller Telekommunikationsnetze auf IP gehe langsamer voran, als das vor zwei Jahren zu erwarten war.

Ein Hoffnungszeichen ist Russo zufolge der Auftragsbestand. Er habe sich deutlich verbessert.

Zur Verbesserung der finanziellen Lage werden in den kommenden Monaten zwei Dinge beitragen. Zum einen will Alcatel-Lucent Kosten sparen, in erster Linie durch den Abbau von Personal.

Zum anderen verbuchte der Konzern Einnahmen in Höhe von 780 Millionen Euro durch den Verkauf von Geschäftsbereichen, etwa der Satellitensparte an Thales.

www.alcatel-lucent.com