SuperOffice adressiert Prozessbrüche in IT-Systemhäusern
SuperOffice startet eine Brancheninitiative für IT-Systemhäuser im Mittelstand. Ein prozessorientierter CRM-Ansatz soll durchgängige Abläufe zwischen Vertrieb, Projektmanagement und Service ermöglichen und Transparenz sowie Steuerbarkeit erhöhen.
Mittelständische Unternehmen priorisieren Themen wie Cybersecurity, Künstliche Intelligenz und Prozessdigitalisierung zunehmend. Für IT-Systemhäuser steigt damit der Erwartungsdruck, komplexe Projekte effizient umzusetzen und gleichzeitig transparente, belastbare Prozesse nachzuweisen.
SuperOffice hat vor diesem Hintergrund eine Branchenkampagne gestartet, die sich gezielt an IT-Systemhäuser im Mittelstand richtet. Ziel sei es, durchgängige Abläufe zwischen Vertrieb, Projektmanagement und Service zu etablieren und Medienbrüche in der Kundenkommunikation zu reduzieren.
Über SuperOffice
SuperOffice wurde 1990 in Norwegen gegründet und beschäftigt nach eigenen Angaben rund 300 Mitarbeitende in mehreren europäischen Ländern. Der Anbieter fokussiert sich auf CRM-Lösungen für mittelständische Unternehmen in Nordeuropa und adressiere insbesondere Anforderungen an Skalierbarkeit, Prozessintegration und Compliance in regulierten Geschäftsumgebungen.
Medienbrüche als Risiko für Kundenzufriedenheit
In vielen IT-Systemhäusern würden laut Anbieter Informationen in unterschiedlichen Systemen wie Ticketing-Lösungen, ERP-Anwendungen, E-Mail-Postfächern oder Tabellen abgelegt. Dadurch entstünden Inkonsistenzen bei Follow-ups, unzuverlässige Forecasts und Informationsverluste bei Übergaben zwischen Abteilungen.
Andreas Wahlich, Geschäftsführer von SuperOffice in Deutschland und der Schweiz, betont, dass unklare Verantwortlichkeiten und fehlende Transparenz unmittelbar auf die Kundenerfahrung durchschlagen könnten. Längere Reaktionszeiten, Rückfragen und eingeschränkte Planbarkeit seien mögliche Folgen. Die Kampagne setze daher auf Transparenz, klare Prozessdefinitionen und systemgestützte Steuerbarkeit.
Digitalisierung im Mittelstand: Hoher Bedarf, geringe Umsetzung
Marktdaten würden den Handlungsbedarf untermauern. Laut einer Bitkom-Befragung aus dem März 2025 sähen 53 Prozent der befragten Unternehmen Probleme bei der Digitalisierung, während 29 Prozent ihre Investitionen in diesem Bereich erhöhen wollten. Gleichzeitig werde die Geschwindigkeit der Digitalisierung als unzureichend bewertet, was Wettbewerbsnachteile zur Folge haben könne.
Auch der KfW-Digitalisierungsbericht Mittelstand 2024 zeige, dass insbesondere kleinere Unternehmen Digitalisierungsvorhaben nur teilweise umsetzen. Für IT-Systemhäuser eröffne sich daraus ein erhebliches Potenzial, durch strukturierte Prozess- und Integrationsprojekte Mehrwert zu schaffen.
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CRM als zentrale Steuerungsplattform
Im Zentrum der Strategie stehe ein prozessorientiertes CRM-Verständnis. CRM werde nicht ausschließlich als Vertriebswerkzeug positioniert, sondern als gemeinsame Steuerungsbasis für sämtliche kundenbezogenen Prozesse. Dazu zählten klar definierte Übergaben, dokumentierte Verantwortlichkeiten und transparente Statusinformationen über alle Projektphasen hinweg.
SuperOffice gibt an, skalierbare und modular aufgebaute Lösungen bereitzustellen, die sich in bestehende IT-Landschaften integrieren ließen. Schnittstellen zu ERP-Systemen sowie Integrationen in DATEV-Umgebungen würden gemeinsam mit Partnern realisiert.
Zu den langjährigen Partnern zählten unter anderem Schneider & Wulf (Partner of the Year 2025) sowie SP Softwarepartner (Customer Success Partner 2025). Diese Kooperationen sollen laut Unternehmen sicherstellen, dass CRM-Einführung, Prozessdesign und technische Implementierung eng verzahnt erfolgen. Gerade im Mittelstand scheiterten CRM-Projekte nach Einschätzung des Anbieters weniger an funktionalen Defiziten als an mangelnder Akzeptanz, unklaren Prozessen oder fehlender Integration.
Ausbau der Partnerstrategie im IT-Umfeld
Parallel zur Kampagne lädt SuperOffice interessierte IT-Systemhäuser ein, über die Eigenanwendung hinaus gemeinsame Kundenprojekte umzusetzen. Nachhaltige CRM-Lösungen entstünden laut Unternehmensführung dort, wo Softwareanbieter und Systemhäuser eng kooperierten. Mit dieser Initiative verfolge das Unternehmen das Ziel, seine Position im mittelständischen IT-Umfeld auszubauen und gleichzeitig Integrationskompetenz sowie Projektumsetzung im Partnernetzwerk zu stärken.