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Retail-Analytics

Besuchertracking per WLAN

Bei Online-Shops ist es schon lange üblich, das Kunden-Verhalten zu analysieren, um Einkaufserlebnisse der Shop-Besucher zu optimieren und Marketingmaßnahmen zu bewerten. Welche Möglichkeiten bieten sich dem stationären Handel?

Autor: Hans-Dieter Wahl, Redaktion: Markus Kien • 10.2.2016 • ca. 0:50 Min

© kantver-fotolia
Inhalt
  1. Besuchertracking per WLAN
  2. Mehrwert fürs WLAN

Um das Verhalten von Kunden im Laden zu analysieren gibt es inzwischen verschiedene Technologien, die miteinander konkurrieren. Das fängt mit einfachen Lichtschranken an der Eingangstür an, um die Ladenbesucher zu zählen. Besonders innovative Systeme arbeiten mit Kameras und hochkomplexen Gesichtserkennungsprogrammen, um wiederkehrende Kunden zu erkennen – eine Methode, die unter Datenschutzrichtlinien bedenklich erscheint. Andere Lösungen verwenden RFID-Chips an den Einkaufswagen, um Besucherströme im Ladengeschäft zu analysieren. Der Smartphone-Anbieter Apple favorisiert „iBeacon“, um dem Ladenbesucher standortbasierte Zusatzinformationen auf seinem Smartphone anzuzeigen. Alle diese Technologien erfordern zusätzliche und teilweise proprietäre Technik, die im Geschäft installiert werden muss.

Es geht aber auch viel einfacher und effizienter als mit den oben genannten Technologien. 70 Prozent der Besucher haben ein eingeschaltetes Smartphone dabei. Ein Smartphone sendet zyklisch sogenannte WLAN-Probe-Requests und Access-Points beantworten derartige Anfragen in der Regel mit einem Probe-Response-Frame. Jedes WLAN-Endgerät sendet diese Probe-Requests regelmäßig auf allen verfügbaren Funkkanälen, um die Umgebung nach aktiven Access-Points zu scannen. Ein Element des Probe-Requests ist die MAC-Adresse des Endgerätes (Media-Access-Control) – mit dieser weltweit einmaligen Hardware-Adresse identifiziert sich das Endgerät gegenüber den Access-Points. Die Probe-Requests werden vom Smartphone des Besuchers gesendet, ohne dass der Kunde dazu aktiv werden muss.

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