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Umstieg auf Windows 11

Wer zu spät migriert, den bestraft der Hacker

Die Uhr für die Migration auf Windows 11 tickt. Unternehmen, die den Umstieg auf Microsofts aktuelles Betriebssystem verpassen, riskieren zunehmende Probleme bei Sicherheit, Kompatibilität, Leistung, Kosten und Compliance, warnt eine aktuelle Studie von Panasonic

Autor:Michaela Wurm • 4.8.2025 • ca. 3:35 Min

Microsoft Windows 11 2022 Update
© Microsoft

Am 14. Oktober 2025 beendet Microsoft den Support für Windows 10. Damit wächst der Handlungsdruck auf Firmen und Organisationen, auf das aktuelle Betriebssystem Windows 11 zu wechseln.

Welche Herausforderungen und Sicherheitsrisiken damit einhergehen, hat Panasonic Toughbook jetzt in für eine aktuelle Studie erfragt. Das Whitepaper „Navigating the Shift: The Business Case for Upgrading to Windows 11“ beleuchtet außerdem, in welchem Umfang Hardware-Anpassungen für Windows 11 erforderlich sind, und thematisiert Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen von Geräteausfallzeiten während der Umstellung.

Laut der Studie sehen viele Unternehmen, die die Migration noch nicht abgeschlossen haben, insbesondere Sicherheitsrisiken, zusätzliche Kosten und Probleme bei der Software-Kompatibilität als zentrale Herausforderungen.

 

Untätigkeit birgt Sicherheitsrisiken und finanzielle Folgen

Eine der größten Herausforderungen, mit denen die befragten Unternehmen konfrontiert sind, ist das Sicherheitsrisiko, wenn sie untätig bleiben oder ihre Windows 11-Migration verzögern. 98 Prozent der befragten Organisationen gaben an, dass sie wahrscheinlich in Microsofts „Extended Security Update“-Programm (ESU) investieren würden, falls sie den Umstieg bis Oktober nicht abschließen können.

Mehr als die Hälfte (58 Prozent) ist unsicher, ob sie die Gerätesicherheit ohne Migration oder ESU aufrechterhalten kann. Als zentrale Risiken bei einem Verbleib auf Windows 10 ohne Support nennen die Befragten unter anderem: höhere Anfälligkeit für Ransomware und Schadsoftware (94 Prozent), Gefahr von Datenschutzverletzungen (93 Prozent), fehlende Updates für neue Sicherheitsbedrohungen (91 Prozent), Compliance-Risiken (89 %) sowie Auswirkungen auf das Unternehmensimage (88 Prozent).

Die Kosten sind ein weiterer besorgniserregender Faktor für Unternehmen, die ihre Migration auf Windows 11 über Oktober 2025 hinaus verzögern. Zwei Drittel der Befragten erwarten bei einer verspäteten Migration höhere Gesamtkosten – mehr als die Hälfte (55 Prozent) konkret durch steigende Ausgaben für Cybersicherheit. Microsoft beziffert die ESU-Kosten für ein Unternehmen mit 1.000 Geräten auf rund 370.000 Euro für die drei Jahre, in denen ESU verfügbar ist – ein spürbarer Aufwand.

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„Navigating the Shift: The Business Case for Upgrading to Windows 11“
Vorteile und Risiken der Migration auf Windows 11
© Panasonic

Darüber hinaus prognostizieren 48 Prozent höhere Supportkosten, 46 Prozent rechnen mit Kosten durch mögliche Betriebsunterbrechungen.  Auch steigende Wartungsausgaben (40 Prozent) und zusätzliche Hardwarekosten (38 Prozent) werden genannt.

 

Auch Hardware-Austausch nicht unkompliziert

Ein Software-Upgrade bedeutet auch einen Hardware-Austausch – mit Folgen für die Produktivität. Im Durchschnitt betreiben die befragten Organisationen rund 4.000 Geräte – 62 Prozent davon wurden oder müssen noch ersetzt beziehungsweise aufgerüstet werden, um Windows 11 nutzen zu können.  Bei Unternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten liegt dieser Anteil sogar bei 76 Prozent.

45 Prozent der Teilnehmenden sehen Herausforderungen durch mögliche Produktivitätsverluste während der Geräte-Umstellung.  Entsprechend verfolgen 75 Prozent einen schrittweisen Migrationsansatz. Ein Viertel der Unternehmen koppelt den Softwareumstieg direkt an den Gerätewechsel. Auch Software-Kompatibilitätsprobleme werden als Hürde genannt (47 Prozent).

Die Migration soll zu etwa gleichen Teilen remote (46 Prozent) und vor Ort (54 Prozent) erfolgen. 64 Prozent planen, dafür verstärkt auf Unterstützung durch die Gerätehersteller zurückzugreifen.

 

Die Vorteile der Migration überwiegen die Risiken einer Verzögerung

 

„Navigating the Shift: The Business Case for Upgrading to Windows 11“
Diese Vorteile erhoffen sich Firmen in Deutshcland und UK vom Umstieg auf Windows 11
© Panasonic

Organisationen, die sich bereits in der Umstellung auf Windows 11 befinden, erhoffen sich vor allem Verbesserungen im Bereich IT-Sicherheit (44 Prozent), Leistungsfähigkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit (36 Prozent) sowie eine zukunftsfähige IT-Infrastruktur (36 Prozent).  Auch neue Funktionen auf Basis künstlicher Intelligenz – wie Microsoft Copilot oder Bing AI – sowie Edge-AI-Anwendungen im Feld sind für viele Unternehmen interessant (34 Prozent bzw. 29 Prozent).

„Das Zeitfenster für eine gut geplante und wirtschaftlich sinnvolle Migration auf Windows 11 schließt sich“, warnt Chris Turner, Head of Go-to-Market bei Panasonic Toughbook Europe. „Die Risiken in Bezug auf Kosten, Leistung und Sicherheit nehmen mit dem näher rückenden Support-Ende kontinuierlich zu – insbesondere in kritischen Branchen wie Notfalldiensten, Versorgungsunternehmen und Verteidigungsorganisationen.“

 

Über die Studie:

 Panasonic beauftragte im März 2025 eine Umfrage unter 200 IT-Entscheidern in Großbritannien und Deutschland (jeweils 100 Personen).  Alle Befragten sind in Beschaffungsprozesse involviert und arbeiten in Unternehmen mit über 1.000 Beschäftigten in den Bereichen Versorgungswirtschaft, Verteidigung, Notfalldienste, Automobilindustrie, Logistik oder Fertigung.