Geschäftserfolg fordert persönliche Opfer
- Ein Einzelkämpfer entdeckt das Teamspiel
- Geschäftserfolg fordert persönliche Opfer
- Geschäftsmann mit sportlichem Ehrgeiz
Meilensteine auf dem Wachstumskurs von HOH waren nach dem 2002 getätigten Einstieg in den Online-Handel im Jahr 2003 die Anmietung eigener Geschäftsräume in Rain am Lech sowie 2005 der erneute Umzug in den 2.500 qm großen Firmensitz im nahe Augsburg gelegenen Westendorf. Der Trend zum Internetkauf bescherte dem Etailer nicht nur große Erfolge, sondern brachte auch neue Anforderungen mit sich. »In der Anfangsphase von HOH hatte ich noch viele Freiräume und konnte meine Jugend genießen «, berichtet Wild. Doch mit der rasanten Geschäftsentwicklung sei nicht nur der Erfolgsdruck ständig gewachsen, sondern habe er auch regelrecht darum kämpfen müssen, genügend qualifizierte Mitarbeiter zu finden. »Zudem ist die zeitliche Belastung immer größer geworden.«
Für Wild, der seit 2005 verheiratet und Vater von zwei kleinen Kindern ist, war der Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung an den Medienkonzern Premiere im Mai 2007 daher nicht nur eine strategische Notwendigkeit, sondern auch ein Akt der Verantwortung: »HOH hatte damals schon eine beträchtliche Umsatzgröße und rund 40 Mitarbeiter. Wenn ich persönlich ausgefallen wäre, wäre die Firma nicht überlebensfähig gewesen.« Aus der Überzeugung heraus, alles selbst am besten machen zu können, sei das Organigramm von HOH extrem auf den Firmengründer ausgerichtet gewesen. Mit dem Einstieg von Premiere habe der Etailer nicht nur eine Stütze für das weitere Unternehmenswachstum gefunden, sondern auch gelernt, mehr Aufgaben zu delegieren.