LCD-Monitormarkt: Größer, schneller und breiter?
In den zurückliegenden Jahren hat sich der Monitormarkt sehr verändert. Das Preis-Leistungs-Verhältnis rückt im LCD-Monitormarkt immer mehr in den Vordergrund.
Nach dem LCD-Boom, der zum weitgehenden Verschwinden der Röhre führte, haben 17- und 19-Zoll-Monitore allmählich die gebräuchlichen 15-Zoll-LCD-Bildschirme ersetzt. Parallel dazu haben sich die LCD-Schaltzeiten verbessert. Der gemeinsame Nenner aller dieser Qualitäts- und Komfortsteigerungen war der Kundennutzen, das heißt sattere Farben, schärfere Bilder – kurz: eine verbesserte Bildqualität.
Diese Ausrichtung verändert sich mittlerweile. Wenn ich mir nämlich die Entwicklungsfortschritte bei den Monitoren ansehe, frage ich mich: Welcher Verbraucher braucht zum Surfen wirklich einen 22-Zöller oder einen 19-Zoll Wide Monitor? Benötige ich für grobkörnige YouTube-Videos tatsächlich eine höhere Auflösung oder bessere Kontrastleistungen? Auch die Schnelligkeit ist heute ja kein herausragendes Merkmal allein von High End Monitoren, sondern Standard auch bei preisgünstigeren Modellen. Und wer schafft sich einen 17-Zoll Wide Monitor an, wenn sein Notebook zuhause gerade mal 200 Euro mehr kostet als der Bildschirm?
Vor diesem Hintergrund gehe ich davon aus, dass immer mehr Verbraucher sich bei der Anschaffung neuer Geräte darauf besinnen, was sie denn tatsächlich benötigen. Auch vieles von dem, was in Asien derzeit günstig produziert wird, geht oft schlichtweg am Verbraucherinteresse in Europa vorbei und bietet dem Kunden keinerlei nennenswerten Mehrwert. Die Frage des Verbrauchers im Handelsmarkt ist doch: Was erhalte ich für mein Geld? Vor diesem Szenario bin ich überzeugt, dass das entscheidende Kaufkriterium im LCD-Markt auch in Zukunft vor allem ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis bleiben wird.