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Multi-Cloud-Plattform gd.Cloud-Broker

Wege zu digitaler Souveränität für die öffentliche Verwaltung

Digitale Souveränität steht schon seit einigen Jahren auf der IT-Agenda der öffentlichen Verwaltung. Einen aktiven Beitrag leistet nun die Multi-Cloud-Plattform gd.Cloud-Broker, indem sie den Zugang zu Public Cloud-Services für die öffentliche Verwaltung einfacher macht.

Victoria Abshagen und Alena Mattfeldt | Redaktion: Andrea Fellmeth • 23.2.2026 • ca. 3:00 Min

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© Prime Vision – shutterstock.com

In Bund, Ländern und Kommunen sowie auch auf europäischer Ebene ist digitale Souveränität ein Thema. Und sie hat angesichts geopolitischer Entwicklungen gerade 2025 deutlich an Schwung gewonnen. So rückte digitale Souveränität beispielsweise ins Zentrum des Digitalgipfels, der auf Initiative von Deutschland und Frankreich im November 2025 in Berlin stattfand. Zu den Meilensteinen der Digitalinitiativen des Bundes zählt beispielsweise die Gründung des Zentrums für Digitale Souveränität (ZenDiS GmbH); es soll durch den Einsatz von Open-Source-Software in der öffentlichen Verwaltung digitale Souveränität stärken.

Darüber hinaus organisiert die govdigital eG als Genossenschaft der öffentlichen IT-Dienstleister deutschlandweite Kooperationen und gemeinsame Plattformen für die digitale Verwaltung, wozu die Deutsche Verwaltungscloud (DVC) ebenso zählt wie die Multi-Cloud-Plattform gd.Cloud-Broker. Die Genossenschafts-Mitglieder gehören ausschließlich der öffentlichen Verwaltung direkt an oder sind öffentliche Unternehmen, die vor allem digitale Leistungen für die Verwaltung erbringen. Doch was macht digitale Souveränität eigentlich aus – vor allem, wenn es um die Nutzung von Cloud-Services durch die öffentliche Verwaltung geht?

Auf in die Cloud: Resilienz durch Unabhängigkeit

Aktuell setzen viele öffentliche Verwaltungen vermehrt Cloud-Projekte um und widmen sich ihren übergreifenden Anforderungen an eine zukunftssichere Cloud-Strategie. Vorgefertigte Cloud-Services erlauben es, OZG (Onlinezugangsgesetz)-Services und Verwaltungsprozesse maximal schnell und flexibel umsetzen zu können. Hier ist es wichtig, nicht allein Rechenpower und Skalierbarkeit im Blick zu haben, sondern die Wahl der passenden Cloud-Anbieter in den USA und der EU genau abzuwägen und damit auch einer Abhängigkeit von einzelnen Technologieanbietern vorzubeugen.

Im Falle von geopolitischen Krisensituationen ist die Kontrolle über die eigene IT-Landschaft und der Schutz insbesondere von (Bürger-)Daten besonders wichtig. Zur Stärkung der digitalen Souveränität gelte es, so ist auf der BMDS-Website (Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung ) zu lesen, „die Informationstechnik der öffentlichen Verwaltung mit dem Ziel zu transformieren, sie unabhängiger von einzelnen Anbietern und Produkten zu machen und ihre Resilienz durch die Austauschbarkeit von Komponenten zu erhöhen“.

Leichter gesagt als getan! Denn digitale Souveränität der öffentlichen Verwaltung bedeutet vor allem, Cloud-Technologien gezielt und verantwortungsvoll einzusetzen, indem bereits bei der Planung von IT-Projekten bewusst entschieden wird, welcher Anbieter und welches Betriebsmodell für den jeweiligen Workload am besten geeignet ist, um Risiken zu minimieren und gleichzeitig technologische Innovation optimal zu nutzen. Aktuell sind die Hyperscaler AWS, Google Cloud und Microsoft Azure führend, wenn es um Skalierbarkeit, Leistungstiefe und Innovationskraft – beispielsweise durch KI-Integration – geht. Alle Hyperscaler investieren zudem massiv, um souveränere, europäische Cloud-Alternativen zu schaffen, so beispielsweise die European Sovereign Cloud von AWS. Demgegenüber stehen Anbieter wie StackIT und Ionos, die als deutsche Anbieter mit ihren Cloud-Services durch Ihre Ansässigkeit in der EU geringeren politischen Einflüssen aus Drittländern unterliegen.

Multi-Cloud-Plattform für öffentliche Verwaltung

IT-Verantwortliche der öffentlichen Verwaltung profitieren dabei von besonderen Vorteilen, die ihnen bei der direkten Zusammenarbeit mit einem dieser Cloud-Anbieter entgehen würden:

  • Die Ausschreibungspflicht entfällt: Die Cloud-Services der verschiedenen Anbieter können direkt nach der Registrierung im Portal von gd.Cloud-Broker sowie Abschluss einer Rahmenvereinbarung mit govdigital gebucht und genutzt werden, eine Ausschreibung ist nicht notwendig.
  • govdigital ist einziger Vertragspartner: Es gibt nur einen Vertragspartner; damit wird der administrative Aufwand minimiert.
  • Keine langfristigen Vertragsbindungen: Alle Cloud-Services lassen sich kurzfristig buchen und kündigen.
  • Buchung, Abrechnung und Reporting erfolgen transparent aus einer Hand: Die Plattform gd.Cloud-Broker fungiert als zentrale Stelle für alle bezogenen Cloud-Leistungen.

Über den gd.Cloud-Broker beispielsweise profitieren Mitglieder und Träger der govdigital von einem Rahmenvertrag, der den Bezug der fünf Cloud-Anbieter AWS, Azure, Microsoft, StackIT & Ionos über den durch BTC bereitgestellten gd.Cloud-Broker ermöglicht. Der gd.Cloud-Broker wurde von govdigital als Genossenschaft der öffentlichen IT-Dienstleister ins Leben gerufen und wird aktuell von der BTC AG bereitgestellt. Bezugsberechtigt sind dabei die Mitglieder und Träger von govdigital: Über die 31 Mitglieder können Bund, Land und ca. 85 Prozent aller kommunalen Gebietskörperschaften Cloud-Leistungen über den gd.Cloud-Broker beziehen. Die Registrierung zur Nutzung für Mitglieder und Träger der govdigital erfolgt auf https://cloud-broker.govdigital.de/.

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