Ericsson und Microsoft: 5G-Management für Windows-11-Laptops
Ericsson und Microsoft integrieren 5G-Management direkt in Windows 11. Die Kombination aus Intune und Ericsson Enterprise 5G Connect soll IT-Abteilungen eine zentrale, skalierbare und richtlinienbasierte Steuerung mobiler Unternehmenslaptops ermöglichen.
Ericsson und Microsoft haben eine gemeinsame Lösung für das Management von 5G-Konnektivität in Unternehmenslaptops angekündigt, die auf dem Mobile World Congress 2026 vorgestellt werden soll. Ziel sei es, 5G-Funktionen direkt in Windows 11 zu integrieren und damit eine zentrale, richtlinienbasierte Steuerung mobiler Endgeräte zu ermöglichen.
Nach Angaben der Unternehmen vereine die Lösung Microsoft Intune mit Ericsson Enterprise 5G Connect, einer KI- und Cloud-Analytics-basierten Plattform (vormals Ericsson Enterprise Virtual Cellular Network). IT-Abteilungen sollen dadurch in der Lage sein, 5G-fähige Windows-11-Geräte automatisiert bereitzustellen, zu konfigurieren und abzusichern.
Die Integration solle es ermöglichen, Netzwerkrichtlinien remote zu definieren und durchzusetzen. Zudem könnten Geräte automatisiert zwischen Mobilfunknetzen verschiedener Kommunikationsdienstleister (CSPs) wechseln. Auch das Management von eSIM-Profilen sei Bestandteil der Lösung.
KI-gestützte Optimierung der Konnektivität
Ein zentrales Element stelle laut Hersteller ein lokaler KI-Agent dar, der auf Surface-5G-Laptops ausgeführt werde. Dieser solle in Echtzeit kontextbezogene Entscheidungen treffen, um Verbindungsqualität und Sicherheit zu optimieren. Ziel sei es, geschäftskritische Anwendungen stabil zu unterstützen und gleichzeitig Compliance-Vorgaben einzuhalten.
Ericsson Enterprise 5G Connect überwache nach Unternehmensangaben kontinuierlich die Netzwerkqualität und passe Parameter automatisiert an. Durch die Kombination aus Cloud-Analytics und lokalem KI-Agenten solle eine konsistente Nutzererfahrung über verschiedene Standorte und Netze hinweg gewährleistet werden.
Für IT-Abteilungen bedeute dies eine Reduzierung manueller Konfigurationsaufwände. Verbindungsprofile und Sicherheitsrichtlinien könnten zentral über Intune definiert und auf alle 5G-fähigen Geräte ausgerollt werden. Dies unterstütze insbesondere hybride und mobile Arbeitsmodelle mit wechselnden Einsatzorten.
Skalierbarkeit und CSP-Ökosystem
Die Lösung sei laut den beteiligten Unternehmen bereits in ausgewählten Märkten verfügbar. In den USA erfolge die Bereitstellung über T-Mobile, in Schweden über Telenor, in Singapur über Singtel und in Japan über SoftBank. Weitere Einführungen seien für 2026 geplant, darunter in Deutschland bei O2 Telefónica Germany, in Spanien bei MasOrange sowie in Finnland bei Elisa.
Sieben führende Kommunikationsdienstleister hätten einer frühen Einführung zugestimmt. Eine breitere Marktverfügbarkeit werde ab dem zweiten Quartal 2026 erwartet. Durch die enge Einbindung von CSPs solle die Lösung skalierbar in unterschiedlichen nationalen Märkten ausgerollt werden können.
Für Unternehmen eröffne dies die Möglichkeit, 5G-Konnektivität als Bestandteil standardisierter Client-Strategien zu etablieren. Die Integration in Windows 11 sowie die Nutzung von Microsoft 365, Intune und Surface Copilot+ PCs solle eine konsistente Plattform für Enterprise-Mobilität schaffen.
Sicherheits- und Compliance-Aspekte
Die Unternehmen betonen, dass die Lösung auf einer sicheren und cloudintegrierten Windows-Architektur aufbaue. Durch die zentrale Richtliniensteuerung über Intune könnten Compliance-Vorgaben unternehmensweit umgesetzt werden. Automatisierte Provisionierung und eSIM-Management sollen Sicherheitsrisiken durch manuelle Konfiguration minimieren.
Darüber hinaus ermögliche die KI-gestützte Steuerung eine priorisierte Behandlung geschäftskritischer Anwendungen im Mobilfunknetz. Dies könne insbesondere in regulierten Branchen relevant sein, in denen Verfügbarkeit und Datensicherheit geschäftsentscheidend sind.
Ausblick
Auf dem MWC Barcelona 2026 wollen Microsoft und Ericsson die Funktionen der Lösung demonstrieren und Einblicke in geplante Erweiterungen geben. Im Fokus stehen unter anderem die priorisierte Fernkonfiguration von 5G-Netzwerkrichtlinien sowie das automatisierte Umschalten zwischen eSIM-Profilen.
Mit der Integration von 5G-Management in das Windows-Ökosystem adressieren beide Unternehmen laut eigener Aussage die steigenden Anforderungen an flexible, sichere und skalierbare Arbeitsplatzmodelle. Die Lösung solle IT-Organisationen einen standardisierten Ansatz für die Verwaltung mobil vernetzter PCs bieten.