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HP-Studie zu ineffizienten Workflows

KMU verlieren Milliarden durch Druck-Chaos

Eine HP-Studie zeigt: Veraltete Tools und ineffiziente Druckprozesse bremsen KMU massiv aus. KI-gestütztes Drucken könnte Produktivität steigern, Kosten senken und Sicherheitslücken schließen.

Autor: Diana Künstler • 23.3.2026 • ca. 1:35 Min

Drucker Chaos
© Andrey_Popov – shutterstock.com

Eine Untersuchung des Unternehmens HP zeigt, dass kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) zunehmend unter operativen Ineffizienzen leiden. Die Datengrundlage basiert auf einer internationalen Befragung von 4.000 Teilnehmenden aus den USA, Großbritannien, Deutschland und Indien. Berücksichtigt wurden sowohl Büroangestellte als auch IT- und Unternehmensverantwortliche aus Organisationen mit 50 bis 999 Mitarbeitenden. Demnach würden 57 Prozent der IT-Verantwortlichen mehr Zeit für die Behebung technischer Probleme aufwenden als für die Weiterentwicklung ihrer Systeme. Dies schränke laut Anbieter die Innovationsfähigkeit erheblich ein.

Zudem gebe nahezu die Hälfte der Mitarbeitenden an, dass veraltete Technologien die tägliche Arbeit erschweren. Insbesondere manuelle Prozesse würden weiterhin Zeit binden, obwohl sie sich automatisieren ließen.

Druckinfrastruktur als unterschätzter Faktor

Der Analyse zufolge stelle die Druckinfrastruktur einen häufig unterschätzten Engpass dar. Rund 60 Prozent der IT-Verantwortlichen berichten demnach, dass Drucksysteme überproportional viel Supportaufwand verursachen. Gleichzeitig würden Ausfälle direkt zu Produktivitätsverlusten führen, wie etwa sieben von zehn Führungskräften bestätigen.

In hybriden und verteilten Arbeitsumgebungen gewinne dieser Aspekt zusätzlich an Bedeutung, da Druckprozesse stärker in digitale Workflows integriert werden müssten.

KI-gestützte Lösungen als Optimierungsansatz

Der Hersteller führt an, dass KI-basierte Workflow- und Drucklösungen zur Effizienzsteigerung beitragen könnten. Vier von fünf befragten Büroangestellten würden angeben, dass intelligentes Drucken Reibungsverluste reduziere. 87 Prozent sehen demnach Verbesserungen in der Effizienz von Arbeitsabläufen.

Durch Automatisierung, verbesserte Transparenz und Integration in bestehende Systeme sollen sich Prozesse standardisieren und beschleunigen lassen. Dies könne insbesondere in komplexen IT-Umgebungen zur Entlastung der Fachabteilungen beitragen.

Sicherheitsrisiken in der Druckumgebung

Neben Effizienzdefiziten identifiziert die Studie auch Sicherheitslücken. Laut ergänzenden Daten eines Marktforschungsunternehmens hätten sechs von zehn KMU im vergangenen Jahr datenbezogene Vorfälle im Zusammenhang mit Druckprozessen erlebt.

Der Anbieter weist darauf hin, dass moderne Drucklösungen über Funktionen wie Audit-Trails, Richtlinienmanagement und Zugriffskontrollen verfügen sollten, um Compliance-Anforderungen zu erfüllen und Risiken zu minimieren. Insbesondere in hybriden Arbeitsmodellen steige die Relevanz einer durchgängigen Absicherung von Endgeräten.

Wirtschaftliches Potenzial durch Modernisierung

Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass KMU durch die Modernisierung ihrer Dokumenten- und Druckprozesse erhebliche wirtschaftliche Effekte erzielen könnten. In den analysierten Märkten werde ein Produktivitätspotenzial von bis zu 58 Milliarden US-Dollar gesehen.

Zudem zeige sich, dass insbesondere jüngere Beschäftigte hohe Erwartungen an digitale und nahtlose Workflows haben. Unternehmen, die ihre Systeme nicht entsprechend anpassen, könnten langfristig Wettbewerbsnachteile riskieren.