Zum Inhalt springen
Souveräne KI-Server

Fujitsu startet Produktion von Servern „Made in Japan“

Fujitsu beginnt in seinem japanischen Werk mit der Produktion von souveränen KI-Servern für geschäftskritische Anwendungen, die mit Prozessoren von Nvidia und den hauseigenen Monaka-Prozessoren bestückt werden. Diese “Made in Japan”-Serverprodukte sind für den japanischen und den europäischen Markt vorgesehen.

Autor: Michaela Wurm • 10.3.2026 • ca. 1:30 Min

Fujitsu-Werk im japanischen Kasashima
© Fujitsu

Bereits in diesem Monat beginnt Fujitsu im Kasashima-Werk der Gruppe in Japan mit der Produktion von souveränen KI-Servern. Die für geschäftskritische Anwendungen entwickelten Server “Made in Japan” werden mit hochmodernen Prozessoren bestückt. Zum Einsatz kommen laut Fujitsu “Nvidia HGX B300”- und “Nvidia RTX PRO 6000”-GPUs der Blackwell Server Edition.

Die Produktion umfasst außerdem Server mit den selbst entwickelten “Monaka”-Prozessoren, die Confidential-Computing-Technologie zur erweiterten Bedrohungsabwehr integrieren. Diese Made-in-Japan-Server mit dem hochleistungsfähigen und energieeffizienten “Monaka”-Prozessor sollen im Laufe des Geschäftsjahres 2026, das am 31. März 2027 endet, in Produktion gehen.

Anbieter zum Thema

Fujitsus selbst entwickelter Monaka-Prozessor
Fujitsus selbst entwickelter Monaka-Prozessor
© Fujitsu

Server für mehr digitale Souveränität

Diese “Made in Japan”-Serverprodukte sind für den japanischen und europäischen Markt vorgesehen und dienen laut Fujitsu der Stärkung der digitalen Souveränität. Der Hersteller verspricht erhöhte Transparenz in Bezug auf Rückverfolgbarkeit, Sicherheitsrisiken, Gerätebetriebssichtbarkeit und der betrieblichen Autonomie in geschäftskritischen und souveränen Bereichen.

Das Kasashima-Werk der Fujitsu-Gruppe, in dem die Server gefertigt werden, verfügt über langjährige Expertise aus der Herstellung des Supercomputers Fugaku und weiterer hochzuverlässiger Server. Das integrierte inländische Produktionssystem, das die gesamte Wertschöpfungskette vom Leiterplattenbau bis zur Gerätemontage (ab Juni bzw. März 2026) abdeckt, gewährleistet laut Hersteller vollständige Rückverfolgbarkeit und Transparenz für erhöhte Souveränität.

Fujitsu wird außerdem strategische Partnerschaften in diesem Bereich weiter ausbauen. So wird unter anderem die bestehende Zusammenarbeit mit Supermicro für die konsistente Planung, Entwicklung, Fertigung, Vertrieb und Wartung der KI-Server intensiviert.

Fujitsus Werk im japanischen Kasashima
Im Fujitsu-Werk im japanischen Kasashima werden die KI-Server gefertigt
© Fujitsu

Fujitsu will mit den “Made in Japan”-Servern nach eigenen Angaben den globale Markt erschließen und rechnet sich aufgrund der aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen gute Geschäftschancen aus. Denn geopolitische Verschiebungen, wachsende Cybersicherheitsrisiken und steigende regulatorische Anforderungen haben den Schutz kritischer Informationen zu einer dringlichen globalen Notwendigkeit gemacht.

Nicht nur in Europa gibt es deshalb für Unternehmen und Organisationen zunehmend strengere Regularien. In Japan verpflichtet das Gesetz zur Förderung der Wirtschaftssicherheit Anbieter von kritischen Infrastrukturdienstleistungen zu verstärkten Anstrengungen in Sachen Systemrisikomanagement und digitale Souveränität. Dies umfasst die Minimierung von Datenlecks, die Sicherung autonomer Betriebsfähigkeit, die Einhaltung lokaler Gesetze, die Gewährleistung transparenter Sicherheitsstandards sowie die Kontrolle über die Technologie, um umfassende IT-Integrität zu garantieren.