Konica Minolta: Druck zur Miete für den Mittelstand
Konica Minolta erweitert sein MPS-Portfolio um abonnementbasierte Modelle für Bizhub-Systeme. KMU sollen ihre Druckinfrastruktur ohne Investitionskosten nutzen und flexibel skalieren können. Ziel sei die Umstellung von CapEx auf planbare OpEx-Strukturen.
Konica Minolta hat sein Portfolio im Bereich Managed Print Services (MPS) um zwei abonnementbasierte Modelle erweitert. Mit „Relax Rate“ und „Relax Rate Max“ adressiere der Hersteller insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die ihre Druckinfrastruktur ohne hohe Anfangsinvestitionen modernisieren möchten.
Nach Angaben des Unternehmens ziele das Angebot darauf ab, klassische Investitionsmodelle (CapEx) in laufende Betriebskosten (OpEx) zu überführen. Unternehmen könnten damit ihre Liquidität schonen und ihre Beschaffungsstrategie stärker an der tatsächlichen Nutzung ausrichten. Die Modelle seien für ausgewählte Bizhub-Multifunktionssysteme konzipiert und als skalierbare Abonnements verfügbar.
Modulare Tarife mit planbaren Kostenstrukturen
Die neuen MPS-Modelle umfassten vier Tarifoptionen: S, M, L sowie eine Flatrate-Variante („Relax Rate Max“) mit Fair-Use-Regelung. Laut Hersteller zahle der Kunde ausschließlich für den tatsächlichen Nutzungsumfang bei konstanten monatlichen Raten. Die Einstiegslaufzeit betrage zwölf Monate, anschließend sei eine monatliche Kündigung möglich.
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Im Leistungsumfang enthalten seien Toner, Wartung, Reparaturen sowie bei Bedarf der Austausch von Systemen. Auch die Service- und Materialversorgung erfolge automatisiert, ergänzt um digitale Fernwartung. Damit solle der administrative Aufwand in der IT reduziert und eine hohe Verfügbarkeit der Systeme sichergestellt werden.
Als Miet-Hardware stünden fünf standardisierte Bizhub-Farbsysteme im A3- und A4-Format zur Verfügung. Die vorkonfigurierten Systeme sollen eine schnelle Implementierung ermöglichen und sich in bestehende IT-Umgebungen integrieren lassen.
Beitrag zur digitalen Transformation im Mittelstand
Der Hersteller verweist auf die zunehmende wirtschaftliche Dynamik im Mittelstand. Schwankende Auslastungen, volatile Märkte und steigende Digitalisierungsanforderungen erforderten flexible IT- und Infrastrukturlösungen. Insbesondere sinkende Eigenkapitalquoten erschwerten klassische Investitionsentscheidungen.
Moderne Multifunktionssysteme seien dabei nicht nur Ausgabegeräte, sondern Bestandteil digitaler Workflows. Sie ermöglichten die Digitalisierung papierbasierter Informationen durch integrierte Scan- und Dokumentenfunktionen und unterstützten damit dokumentenbasierte Geschäftsprozesse.
Das XaaS-Modell („Everything as a Service“) von Konica Minolta solle Unternehmen in die Lage versetzen, Druckkapazitäten an Personalstand, Büroauslastung oder Geschäftsvolumen anzupassen. Der Hersteller übernehme das Lifecycle-Management der Systeme, sodass Updates, Austausch oder Neuanschaffungen nicht separat beauftragt werden müssten.
Nachhaltigkeit durch Refurbishment-Zyklus
Ein Bestandteil der neuen Modelle sei ein Refurbishment- und Wiederverwendungskonzept. Nach Ende der Nutzung würden Geräte aufbereitet und erneut in den Kreislauf eingebracht. Laut Unternehmen unterstütze dies sowohl Nachhaltigkeitsziele als auch eine ressourcenschonende IT-Strategie.
Ergänzend zu Relax Rate bietet Konica Minolta weitere MPS-Varianten an. Dazu zählen „FlexiPacks“, die neben Hardware auch Cloud-Software und IT-Services umfassen sollen, sowie „bizhub Refreshed“-Systeme als wiederaufbereitete Multifunktionslösungen für kosten- und umweltbewusste Unternehmen.
Unternehmensprofil und Marktposition
Konica Minolta Business Solutions Deutschland positioniere sich als Technologie- und Managed-Service-Provider für den vernetzten Arbeitsplatz. Das Unternehmen bietet neben Office-Drucksystemen auch Cloud-Services, IT-Dienstleistungen sowie Lösungen für Produktionsdruck und Healthcare an. Nach eigenen Angaben sei Konica Minolta mehrfach als Managed Service Provider ausgezeichnet worden.
Die Konica Minolta Business Solutions Deutschland GmbH mit Sitz in Langenhagen ist eine Tochtergesellschaft der Konica Minolta Inc., Tokio. Weltweit beschäftige der Konzern rund 35.600 Mitarbeitende und habe im Geschäftsjahr 2024/2025 einen Nettoumsatz von rund 6,89 Milliarden Euro erzielt.