Linkedin liegt vorne
Von lokal zu global: Linkedin setzt sich gegen Xing als zentrale Plattform für Berufstätige durch, wie eine aktuelle Marktstudie zeigt.
Bei der Wahl des beruflichen Netzwerks in Deutschland gibt es eine klare Zweiteilung – mit einem eindeutigen Sieger. Aktuelle Daten von YouGov und der Macromedia University zeigen, dass der US-Anbieter Linkedin seinen Vorsprung gegenüber dem Hamburger Urgestein Xing deutlich ausgebaut hat.
Stagnation trifft auf Aufwind
Der Wendepunkt liegt bereits einige Jahre zurück: Bis Ende 2021 konnte Xing noch mehr Anwender für sich verbuchen als der internationale Konkurrent. Seither hat sich das Blatt gewendet. Im Februar 2026 nutzen 15 Prozent der deutschen Verbraucher Linkedin, während Xing bei 8 Prozent stagniert. Insgesamt ist die Marktdurchdringung jedoch noch ausbaufähig: Rund 83 Prozent der Deutschen nutzen bisher keines der beiden Netzwerke.
Intensität: Linkedin-Nutzer sind loyaler
Es ist nicht nur die reine Anzahl der Köpfe, die den Unterschied macht, sondern auch die Verweildauer. Linkedin hat sich fest im Alltag der User etabliert: Jeder dritte Nutzer (32 Prozent) loggt sich mindestens einmal täglich ein. Bei Xing zeigt sich hier ein deutlich passiveres Bild; lediglich 12 Prozent nutzen die Plattform für den täglichen Check.
Die Demografie der Karriere-Profis
Beide Plattformen ziehen vor allem männliche Nutzer mittleren Alters mit hohem Bildungsniveau an. Dennoch zeigen sich in den Details spannende Unterschiede: Bei Linkedin-Usern haben beispielsweise 71 Prozent einen Hochschulabschluss, während es bei Xing 63 Prozent sind. Besonders auffällig: Bei der jungen Zielgruppe der 25- bis 34-Jährigen hat Linkedin mit 27 Prozent klar die Nase vorn, während Xing in dieser Alterskohorte lediglich auf 12 Prozent kommt. Während Xing in der erfahrenen Mitte der Berufstätigen stabil bleibt, sichert sich Linkedin durch ein starkes Wachstum bei jüngeren, hochqualifizierten Akademikern die Marktführerschaft für die Zukunft.