Das optimale Einkaufserlebnis
In Zeiten der Digitalen Transformation müssen für eine erfolgreiche Kundenansprache im stationären Einzelhandel viele Komponenten aufeinander abgestimmt werden. Die Digitalisierung vereinfacht Prozesse nicht nur, sondern eröffnet völlig neue Möglichkeiten für die sogenannte "Instore Communication".
- Das optimale Einkaufserlebnis
- Weitere Komponenten
Digital Signage ist der Schlüsselbegriff, wenn es um eine digitale und individuelle Ansprache von Kunden in Geschäften geht, mit dem sich jeder Händler auseinandersetzen sollte. Kunden wollen auf verschiedenen Kanälen angesprochen werden, sei es online zu Hause oder digital im Geschäft. „Omni-Channel-Shopping“, also multimediales, interaktives und vernetztes Einkaufen, ist der neue Trend, mit dem stationäre Händler mit den Techniken der Online-Stores gleichziehen können. Diese erfassen und werten jeden Klick eines (potenziellen) Kunden aus und erstellen ihm daraufhin ein perfekt auf seine Bedürfnisse abgestimmtes Angebot. Inzwischen hat der stationäre Einzelhandel Werkzeuge zur Verfügung, um dynamisch auf aktuelle Gegebenheiten im Laden zu reagieren sowie langfristig die Bedürfnisse seiner Kunden kennenzulernen.
Dabei gilt zu beachten, dass die simple Beschallung mit gesprochener Werbung oder der „Werbe-Frontalangriff“ auf einem riesigen Bildschirm als nicht mehr zeitgemäß gilt und bei Kunden tendenziell auf Ablehnung stößt. Sie ziehen Formate, die sie interaktiv und direkt ansprechen, vor. Ein Beispiel dafür ist der Bildschirm im Eingangsbereich, der jeden Kunden individuell willkommen heißt. Der Einzelhandel ist zwar mit einem starken Wachstum die Vorreiter-Branche bei der Digital Signage-Technik, aber auch andere Bereiche wie öffentliche Plätze, Bahnhöfe, Hotels oder die Industrie ziehen nach.
Besucher können ein interaktives und individuelles Umfeld beim Einkaufen oftmals als angenehm empfinden. Für eine gelungene Digital Signage-Integration mit Echtzeit-Informationen im Smart Shop spielen folgende Komponenten eine wichtige Rolle:
1. Instore Analytics
Eine individuelle Ansprache des Kunden bindet diesen emotional an das Geschäft. Die Basis und das Herzstück dafür bilden die sogenannten „Instore Analytics“. Traditionelle Methoden wie Kunden-befragungen reichen längst nicht mehr. Der Großteil setzt jedoch bereits auf digitale Hilfsmittel wie IP-Kameras als optische Sensoren, die nicht nur geringere Gesamtbetriebskosten aufweisen, sondern auch zuverlässigere Daten liefern. Die Auswertung über einen längeren Zeitraum erlaubt eine zielgerichtete mittel- und langfristige Marketingstrategie und ein optimiertes Kategoriemanagement. Aber auch ad hoc lassen sich die Daten nutzen, um Musik, Durchsagen oder die Inhalte auf Bildschirmen an die aktuelle Situation im Laden individuell anzupassen.
2. IP-Kameras
Für eine höhere Datenqualität der Zielgruppenanalyse setzen Händler laut Axis Communications verstärkt auf digitale Technologien wie IP-Kameras in Verbindung mit der oben erwähnten Analyselösung. Diese fungieren als optische Sensoren. Sie analysieren die aktuelle Situation im Laden, zählen Kunden, ermitteln die Frequenz zu beworbenen Produkten, stellen fest, ob die Besucher einer bestimmten Zielgruppe angehören und wie die Kundenströme verlaufen. Mittels Fernzugriff können die Händler diese Daten abfragen. Die Kameras sollen sich darüber hinaus an die jeweilige Ladengröße und die damit verbundenen Bedürfnisse anpassen lassen, um auf die jeweiligen Verhältnisse vor Ort zu reagieren zu können.
3. Player (steuerndes System)
Die aus den gesammelten Daten gezogenen Informationen können anschließend für die Kommunikation im Laden genutzt werden. Das übernimmt der sogenannte Player – eine Art mit dem Internet verbundener Mini-Computer. Auf diese Weise kann der Händler in Echtzeit auf Gegebenheiten im Geschäft reagieren: Ist in einer bestimmten Abteilung gerade wenig los, kann er über die Bildschirme einen Rabatt für diesen Bereich und eine spezifische Zeit anbieten. Das lenkt die Kundenströme effizient und sorgt für eine gleichmäßige Auslastung. Außerdem passt der Player den gezeigten Inhalt auf dem Bildschirm auf die Aufenthaltsdauer der Kunden an, denn die kann in den verschiedenen Bereichen der Läden, abhängig vom Sortiment, stark variieren.