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Security

Digitalisierung überträgt Gefahrenpotenziale

Markus Fischer und Sven Steinert, AirITSystems • 13.8.2015 • ca. 0:50 Min

Dabei ist es auch aus technischer Sicht nichts Neues: Die Evolution geht immer stärker hin zum Zusammenwachsen beider Bereiche. Das gilt vor allem für die Gebäudesicherheit. Ob Brandmeldeanlage, Klimasteuerung, Videoüberwachung oder Zutrittskontrolle – in Zeiten von Smart-Home und Smart-Building sprechen alle diese Systeme IP. Genau diese Entwicklung führt dazu, dass abseits der IT-Abteilungen IT-Parallelwelten mit kritischen Systemen entstehen, von denen die IT-Verantwortlichen häufig wenig bis gar nichts wissen. Das Sicherheitspersonal beziehungsweise die Haustechnik lassen sich da in vielen Fällen eben nicht gerne in die eigenen Karten schauen. Im Extremfall steht dann auch schon mal der Server für die Videoüberwachung unter dem Schreibtisch des jeweiligen Verantwortlichen – fernab eines jeden Rechenzentrums mit entsprechenden Standards und vor allem fernab jeder Patch-Routine. Laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sind veraltete Patches eines der Hauptprobleme, die bei Penetrationstests und bei Audits durch die Behörde festgestellt wurden.

Mit der Digitalisierung physischer Systeme und dem Trend zum „Internet of Things“ steigt die Komplexität der Infrastruktur exponentiell an. Wenn Brandmeldeanlagen und Gebäudesteuerungen IP sprechen, sind sie heute häufig mit dem Internet verbunden. Damit sind sie automatisch allen Gefahren ausgesetzt, denen bisher lediglich IT-Systeme unterlagen. Gleichzeitig stoßen konventionelle IT-Sicherheitsmechanismen an ihre Grenzen. Universelle Lösungsansätze fehlen.

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