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Security

Als Dienstleister sind Sicherheits-Allrounder gefragt

Markus Fischer und Sven Steinert, AirITSystems • 13.8.2015 • ca. 1:10 Min

Gerade Mittelständler sind in diesem Kontext häufig durch die Komplexität der Materie überfordert. Hier empfiehlt es sich, auf spezialisierte Dienstleister zurückzugreifen. Allerdings lohnt es sich, bei der Auswahl genau hinzuschauen, denn die meisten Anbieter decken nur Teilbereiche des notwendigen Portfolios ab. Beispielsweise haben Systemhäuser in der Regel gute Kenntnisse in technischer IT-Security, decken aber eher selten Beratung zur Sicherheitsorganisation ab. Consulting-Häuser punkten dagegen mit Konzeption und Beratung bei der Einführung einer Sicherheitsorganisation, verweisen bei der technischen Umsetzung allerdings bestenfalls auf Subunternehmer oder Hilfe bei Ausschreibungen. Gebäudetechniker wiederum können im Fall von tatsächlich erfolgten Cyberattacken wenig zur Schadensbehebung und IT-Forensik beitragen.

Ein ganzheitlicher Dienstleister sollte fünf entscheidende Kriterien erfüllen: Erstens sollte er über einschlägige Erfahrung in allen technischen Bereichen verfügen – also Gebäudesicherheit, IT-Systeme usw. Des Weiteren muss er eine eindeutige Beratungs- und Konzeptionsstärke für alle Sicherheitsthemen mitbringen. Drittens sollte er das Unternehmen zertifizierungsfähig auf die ISO 27001 vorbereiten können und bestenfalls selbst nach diesem Standard zertifiziert sein. Das schließt natürlich auch ISMS-Kenntnisse ein. Und zu guter Letzt sollten seine Mitarbeiter sehr viel Erfahrung mit den unterschiedlichen „Sicherheits-Gewerken“ mitbringen, um auf Augenhöhe mit den jeweiligen Experten sprechen zu können.

Zugegeben, das klingt nach der typischen „eierlegenden Wollmilchsau“, doch bei näherer Marktbetrachtung lässt sich sagen: Es gibt diese Art von Dienstleister wirklich. Allerdings in Deutschland noch viel zu selten. Die meisten Systemhäuser sind, wenn es um die ganzheitliche Sicherheit im Dreiklang Sicherheitsorganisation, IT-Sicherheit und physische Sicherheit geht, häufig überfragt. Um die gestiegenen Anforderungen aus dem IT-Sicherheitsgesetz heraus für ihre Kunden abzubilden, hilft mittelfristig nur eines – auf fähige Partner setzen.

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