WLAN aus der Cloud
Ein wichtiges Thema ist WLAN aus der Cloud. Welche Vorteile bieten sich den Partnern in diesem Bereich und welche Herausforderungen gilt es, zu meistern?
Bräunlein: Wir und auch die Mehrzahl unserer Partner sehen das Thema „WLAN-Controller aus der Cloud“ differenziert und können uns dem aktuellen Hype nicht vollends anschließen. Wir bevorzugen eine kundenindividuelle Betrachtung. Denn neben Sicherheitsaspekten in Bezug auf die Datensicherheit und die Sicherung des laufenden Betriebs sprechen häufig auch kommerzielle Gründe gegen derartige Szenarien. Die Betreiber eines Cloud-based-WLAN-Managements verlangen üblicherweise ein monatliches Nutzungsentgelt. Wenn man diese laufenden Kosten einer einmaligen Anschaffung eines lokal betriebenen WLAN-Controllers gegenüberstellt, relativiert sich die anfängliche Begeisterung recht schnell. Denn im Vergleich mit der „bintec“-WLAN-Controller-Lösung wird man sehr schnell feststellen, dass ein lokaler WLAN-Controller zumeist nicht nur wirtschaftlicher, sondern durch Remote-Management auch genauso flexibel ist wie eine Lösung aus der Cloud. Das heißt aber nicht, dass wir generell von Cloud-based-WLAN-Controller-Lösungen abraten, sondern die Technologie dort einsetzen, wo es sinnvoll ist. So ermöglichen wir beispielsweise Unternehmen mit Filialbindung, das zentrale Management ihrer WLAN-Access-Points mittels einer VPN-Verbindung – also einer Private-Cloud. Dieses Private-Cloud-Szenario kann nicht nur für Filialisten interessant sein, auch Partner können diesen Service für verschiedene Kunden anbieten und diese mit einem virtuellen WLAN-Controller optimal managen.