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»Piraten-Bucht« wird gekapert

Die schwedische Firma Global Gaming Factory X hat das umstrittene Filesharingportal »Pirate Bay« gekauft. Während sich die Musik- und Filmindustrie darüber freuen können, laufen die Nutzer der Piratenseite Sturm: sie befürchten zu Recht, dass die neuen Besitzer den Dateitausch wesentlich einschränken werden.

Autor: Lars Bube • 1.7.2009 • ca. 0:35 Min

Bald ist Schluß mit der Freibeuterei auf der gefürchteten schwedischen Piraten-Seite.

Auch wenn sie sich selbst nach dem jüngsten Urteil gegen ihre Aktivitäten (wir berichteten ) weiter siegesgewiss gaben, scheinen die Besitzer und Betreiber der schwedischen Tauschbörse Pirate Bay nun doch kalte Füße bekommen zu haben. Wie jetzt bekannt wurde, haben sie ihre Seite anfang der woche für rund 5,6 Millionen Euro an das ebenfalls schwedische Unternehmen Global Gaming Factory X verkauft.

Kaum wurde der Verkauf bekannt, kam sofort eine Protestwelle der Nutzer von Pirate Bay ins rollen. Sie befürchten, dass der neue Besitzer wesentlich restriktiver mit den Links zu urheberrechtlich geschützten Downloads umgehen wird, als dies bisher der Fall war. Damit würde aus dem ehemaligen (selbsternannten) Symbol für die »Freiheit des Internet« ein ganz normaler Download-Dienst. Die alten Piraten versuchen deshalb nun, ihre Anhängerschaft zu beruhigen. »Falls die neuen Besitzer Blödsinn mit der Site anstellen, wird niemand sie mehr nutzen«, so die Kernaussage.