Schlechte Händlernoten für Storage-Riesen
Hartes Urteil im Händlercheck: Gleich drei Anbieter fielen diesmal im »CRN Certified Program«-Test durch, weil ihre Fachhandelsunterstützungsmaßnahmen deutlich schlechter bewertet wurden als in den Vorjahren. Nur Network Appliance und – nach einer deutlichen Leistungssteigerung – Hewlett-Packard können überzeugen.
- Schlechte Händlernoten für Storage-Riesen
- HP-Storage im Aufwind
Die Fachhandelspartner der Storage- Hersteller, die Computer Reseller News im Rahmen der »Certified Program«-Testreihe befragte, sind mit den Unterstützungsleistungen der Anbieter größtenteils nicht zufrieden. Das Gesamtergebnis verschlechterte sich gegenüber vorhergehenden Tests deutlich: Gleich drei der am Test teilnehmenden Hersteller verpassten das Mindestziel von einer Bewertung besser als 2,5 und erhalten diesmal keine CRNZertifizierung. IBM erreichte diesmal nur die Note 2,53 (Vorjahr: 2,31), Fujitsu-Siemens kam nur auf Note 2,56 (Vorjahr: 2,27) und Sun Microsystems fiel in der Bewertung auf Note 2,63 (Vorjahr: 2,22) zurück. Diesen Verschlechterungen bei der Bewertung steht aber andererseits eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses bei Network Appliance und Hewlett-Packard gegenüber: Network Appliance verbesserte sich im Händlertest gegenüber dem Vorjahr von Note 2,22 auf Note 1,84 und erhält dafür als einziger Testteilnehmer die Sonderauszeichnung »CRN Excellent Program«. Ein Riesensprung nach vorne gelang aber auch Hewlett-Packard im Storage- Bereich. Im Vorjahrestest verpasste HP noch als einziger Hersteller die CRNZertifizierung (Note 2,71), doch diesmal gehört das Unternehmen mit einer deutlich verbesserten Händlernote von 2,22 zu den wenigen Firmen, die im Test überzeugen konnten. Interessant wäre nun freilich auch ein Vergleich mit aktuellen Bewertungen für EMC gewesen – doch der Storage-Riese, der im Vorjahr noch zu den Prämierten zählte, stellte sich dem Test in diesem Jahr nicht. Das Unternehmen begründet die Nicht-Teilnahme des Unternehmens mit den Umstellungen im Vertrieb und Veränderungen für das Velocity- Programm. Viele erst in der Testphase eingeführte Neuerungen und Verbesserungen hätten so nicht beurteilt werden können.
Das Kreuz mit der Lead-Weitergabe
Besonders schwache Noten erzielten alle Hersteller in der Bewertungskategorie Weitergabe von Leads (Durchschnittsbewertung: 3,74). Keiner der getesteten Anbieter erreichte in dieser Kategorie eine diskutable Bewertung. Auch die finanzielle Unterstützung (Note 2,83) und insbesondere die Unterstützung bei der Projektfinanzierung (2,74) stehen in der Kritik. Vor allem Fujitsu-Siemens muss in diesen Kategorien deutlich unterdurchschnittliche Bewertungen hinnehmen (Note 3,48 bzw. 3,38). Hingegen kann der Klassenbeste Network Appliance sich gerade hier deutlich vom Durchschnitt abheben (Note 2,00 bzw. 2,04).
Deutlich besser werden bei allen Test- Teilnehmern der Presales-Support (2,02), die Unterstützung vor Ort (2,13), das Schulungsangebot (2,03), die Qualität des Informationsangebots (2,09) oder die fachliche Kompetenz der Mitarbeiter (1,76) beurteilt. Auch bei der Bewertung des Images schneiden die Hersteller im Urteil der Händler recht gut ab. So fühlen sich die Händler von den Herstellern ernst genommen (1,86) und würden sie als Geschäftspartner auch weiterempfehlen (1,95). Die befragten Händler attestieren den Firmen auch einen guten Ruf in der Branche (1,76) und bei Endkunden (1,85). Allerdings bemängeln sie auch, dass es den Anbietern an Flexibilität fehle (3,06).