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Die Masse macht den Profit

Autor: Redaktion connect-professional • 22.2.2007 • ca. 1:05 Min

Was für den Endkunden eine erfreuliche Entwicklung ist, weckt beim Fachhandel gemischte Gefühle. »Wir haben in unserem täglichen Geschäft den Eindruck, dass der Channel sehr verunsichert ist«, berichtet Michael Thedens, Sales Manager von Transcend. Wegen des starken Preisverfalls würden Händler ungern größere Chargen Flashspeicher ordern und könnten sich oft nicht vorstellen, wie sich angesichts des niedrigen Verkaufspreises Profite erzielen ließen. »Dabei sehen wir die Preisentwicklung auch als Chance für den Handel und sind der Meinung, dass sich auch in diesem Jahr mit Flashspeichern Geld verdienen lässt«, so Thedens. Letztlich sei es die Masse, die hier für Profit sorge. So würde zum Beispiel nur ein Prozent der Handys, die über die Möglichkeit zur Speichererweiterung verfügen, mit entsprechenden Flashkarten ausgeliefert – es bestünde also noch beträchtliches Kaufpotenzial.

Allerdings bekennt auch der für den Vertrieb zuständige Thedens, dass die Zukunft von Flashspeichern im niedrigeren Gigabyte-Bereich mittelfristig eher im Retail-Bereich liegt. Für den Fachhandel sei das Thema Flashspeicher damit aber noch lange nicht erledigt. So biete zum Beispiel die »ReadyBoost«-Funktion von Windows Vista interessante Möglichkeiten: Mittels dem Vista-Feature können Dateien auf USB-Sticks mit hohen Datenübertragungsraten ausgelagert werden können, was im Vergleich zu gewöhnlichen Festplattenspeichern zu signifikant kürzeren Zugriffszeiten führt. Darüber hinaus sei es wahrscheinlich, dass flashbasierte Speicher in einigen Jahren die konventionelle Festplatte ablösten. Im Marktsegment Flashspeicher ist somit einiges in Bewegung – eine Entwicklung, die Thedens mit Optimismus betrachtet: »Für uns ist das Glas halb voll«.

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