Zum Inhalt springen
Fakeshop-Finder

Mehr als 100.000 Fakeshops seit 2022 entdeckt

Fehlendes Impressum, dubiose Technik: Fakeshops werden immer raffinierter. Warum das Ministerium warnt und wie man sich vor Abzocke schützen kann.

dpa / Redaktion: Michaela Wurm • 2.4.2026 • ca. 0:55 Min

fake-abo-shop-bild-earthphotostock-shutterstock-2519724485
© earthphotostock – shutterstock.com

In den vergangenen knapp dreieinhalb Jahren sind bundesweit mehr als 100.000 mutmaßlich betrügerische Online-Shops identifiziert worden. Das teilte das Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz in Sachsen-Anhalt mit. Seit dem Start des sogenannten Fakeshop-Finders im August 2022 (connect professional berichtete) wurden demnach rund 2,64 Millionen Internetadressen überprüft. Aktuell sind etwa 103.200 verdächtige Shops in einer Datenbank erfasst.

Tool wird hunderttausendfach genutzt

Der Fakeshop-Finder ist ein Online-Tool, das Verbraucherinnen und Verbraucher dabei unterstützt, seriöse von unseriösen Anbietern zu unterscheiden. Nach Angaben des Ministeriums wird das Angebot derzeit rund 430.000 Mal im Monat genutzt. Sachsen-Anhalt beteiligt sich an der Finanzierung und will die Förderung fortsetzen.

Verbraucherschutzministerin Franziska Weidinger (CDU) sagte, der Fakeshop-Finder habe bereits zahlreiche Menschen vor Betrug geschützt. „Mehr als 100.000 identifizierte Fakeshops zeigen: Online-Betrug ist kein Randphänomen, sondern ein relevantes Problem für alle, die im Internet einkaufen." Sie empfehle, das Angebot insbesondere bei unbekannten Online-Shops zu nutzen.

Auch Volkmar Hahn, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt, wertete die Zahl als Warnsignal: Die Zahl sei „beeindruckend und alarmierend zugleich". Sie zeige, wie professionell und skrupellos Betrüger im Internet agieren.

So funktioniert der Fakeshop-Finder

Der Fakeshop-Finder analysiert automatisiert Internetseiten auf typische Merkmale unseriöser Anbieter, etwa ein fehlendes Impressum oder technische Auffälligkeiten. Die Bewertung erfolgt über ein Ampelsystem. Das Projekt wird von mehreren Verbraucherzentralen getragen.