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Whitepaper „Resiliente Kommune 2.0“

Tipps vom TÜV: So werden Kommunen mit KI krisenfest

In seinem neuen Whitepaper gibt der TÜV Rheinland Handlungsempfehlungen, wie Städte und Kommunen Künstliche Intelligenz (KI) nutzen können, um krisenfest zu werden.

Autor: Michaela Wurm • 5.1.2026 • ca. 1:40 Min

digitale Stadt
© metamorworks - shutterstock.com

Frühwarnsysteme, intelligente Energie- und Verkehrsnetze, automatisierte Verwaltungsprozesse und digitale Bürgerbeteiligung – es gibt viele Möglichkeiten für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im öffentlichen Sektor.

Ein neues Whitepaper von TÜV Rheinland zeigt jetzt, wie Städte und Gemeinden KI nutzen können, um krisenfest zu werden. Erstellt wurde „Resiliente Kommune 2.0: Die Zukunft beginnt lokal" von TÜV Rheinland Consulting, einem Beratungsunternehmen von TÜV Rheinland. Das Whitepaper kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

Digitalisierung und KI stärken Resilienz von Kommunen systematisch

Das Whitepaper zeigt, wie Kommunen Mithilfe von KI mögliche Gefahren identifizieren, Ressourcen zielgerichtet steuern und in komplexen Situationen den Überblick behalten. So kann KI beispielsweise frühzeitig bei Umwelt- und Gesundheitsrisiken warnen und Verkehr und Energie intelligent steuern. Und auch in der Verwaltung unterstützt sie: Verwaltungsprozesse werden übernommen und Beteiligungsformate digitalisiert. All das macht Kommunen widerstandsfähig - vorausgesetzt, der KI-Einsatz folgt klar definierten Zielen und geregelten Verfahren.

Ganzheitlicher Ansatz auf Basis sicherer Daten

Damit das gelingt, rät TÜV Rheinland Consulting zu einer sicheren und verlässlichen Datenbasis, die die Grundlage jeder KI-Anwendung ist. Eine offene Datenstrategie fördert Innovation und schafft Transparenz. Die notwendige technologische Infrastruktur umfasst Datenplattformen, Cloud-Lösungen und Schnittstellen, die für einen sicheren und effizienten Datenaustausch sorgen.

Kompetenzen, Rechtssicherheit und Akzeptanz

Außerdem ist entscheidend, dass Verwaltungen ihr Personal gezielt für den Einsatz von KI qualifizieren. Unerlässlich ist ein klarer rechtlicher und ethischer Rahmen: Datenschutz, EU AI Act und kommunale Standards sollten von Beginn an mitgedacht werden. Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Algorithmen sind Pflicht. Nicht zuletzt braucht es Mut zu Pilotprojekten: Wer eine offene Fehlerkultur etabliert und Bürgerinnen und Bürger aktiv über digitale Beteiligungsplattformen und interaktive Formate einbindet, schafft Akzeptanz.

„Ohne KI ist es Kommunen künftig nicht möglich, effektiv auf Krisen zu reagieren“, betont Britta Jansen, Leiterin für Strategieberatung bei TÜV Rheinland Consulting. „Entscheidend ist dabei eine vertrauenswürdige KI, bei der der Mensch die letzte Entscheidungsinstanz bleibt. Diese Digitalstrategie sollte gemeinsam mit allen Akteuren entwickelt werden - von der Verwaltung über die lokale Wirtschaft bis hin zur Bürgerschaft."

Das Autorenteam empfiehlt Kommunen, sich gezielt über Fördermöglichkeiten zu informieren. Denn: Die politische Unterstützung für eine resilienzorientierte Digitalisierung ist vorhanden - von Fördermitteln über spezielle Programme bis hin zu neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen. Städte und Gemeinden sollten diese Chancen nutzen und sich mithilfe von Förderlotsen und Beratungsangeboten aktiv in passende Initiativen einbringen.