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Security und NIS2 als Wachstumstreiber

Aagon wächst zweistellig mit UEM

Aagon hat 2025 den Umsatz um über zehn Prozent gesteigert und 308 Neukunden gewonnen. Treiber seien Security-Funktionen, UEM und NIS2-Projekte. Für 2026 plant das Unternehmen Investitionen in Sicherheitsfeatures und den Ausbau des Partnergeschäfts.

Autor: Diana Künstler • 13.2.2026 • ca. 2:25 Min

Jürgen Vogler, Aagon
„Wir setzen auf enge Zusammenarbeit und aktiven Austausch. Wünsche für zukünftige Entwicklungen, Modulideen und Feedback aus erster Hand fließen direkt in unsere Roadmap ein“, betont Aagon-CEO Jürgen Vogler die Zusammenarbeit mit den Channelpartnern.
© Aagon

Die Aagon GmbH mit Sitz in Soest habe im Geschäftsjahr 2025 ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um über zehn Prozent gesteigert. Gleichzeitig habe das Unternehmen 308 neue Kunden gewonnen, was einem Zuwachs von rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspreche.

Nach Angaben des Herstellers sei das Mitarbeitenden-Niveau im gleichen Zeitraum stabil geblieben. Das Wachstum resultiere somit primär aus einer erhöhten Nachfrage sowie aus einer stärkeren Marktdurchdringung im bestehenden Portfolio.

Über Aagon: Das Unternehmen wurde 1992 gegründet und beschäftigt nach eigenen Angaben rund 150 Mitarbeitende. Das Flaggschiff des Herstellers ist die ACMP Suite mit Modulen für Inventarisierung, Softwareverteilung, Migration, Security, Dokumentation und Netzwerkmanagement. Zu den Anwendern zählen Unternehmen aus Industrie, Logistik und Luftfahrt sowie öffentliche Einrichtungen und Organisationen im Gesundheitswesen.

Security und UEM als zentrale Nachfragefaktoren

Als wesentliche Treiber nennt das Unternehmen Lösungen im Bereich Security und Unified Endpoint Management. Insbesondere Schwachstellenmanagement und Third-Party-Patchmanagement seien stark nachgefragt worden. Zudem hätten viele Organisationen Unterstützung bei der Umsetzung regulatorischer Anforderungen wie der NIS2-Richtlinie gesucht.

Ein weiterer Impuls sei vom Modul „ACMP Intune Management“ ausgegangen, das Microsoft Intune in die ACMP Suite integrieren soll. Ziel sei es laut Hersteller, hybride Management-Szenarien abzubilden und bestehende Microsoft-Umgebungen nahtlos in zentrale Client-Management-Prozesse einzubinden. Für Unternehmen könne dies die Konsolidierung von Verwaltungsaufgaben sowie eine verbesserte Transparenz über Endpunkte bedeuten.

Markttrends erhöhen Anforderungen an Endpoint-Management

Das Unternehmen verweist auf strukturelle Veränderungen im UEM-Markt. Neue Arbeitsmodelle, eine steigende Anzahl heterogener Endgeräte – darunter mobile Devices, IoT-Systeme und Wearables – sowie verschärfte regulatorische Vorgaben erhöhten die Anforderungen an IT-Abteilungen.

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Parallel gewännen Sicherheitskonzepte wie EDR, XDR und Zero-Trust-Architekturen an Bedeutung. Daraus ergebe sich ein wachsender Bedarf an integrierten Plattformen, die Endpoint-Management, Security-Funktionen und Compliance-Unterstützung in einer konsistenten Architektur bündeln.

Für das Geschäftsjahr 2026 plane Aagon daher Investitionen in erweiterte Sicherheitsfunktionen. Diese sollen aktuelle Compliance-Vorgaben adressieren und die Endpunktsicherheit nachhaltig stärken. Gleichzeitig wolle das Unternehmen den Kern der ACMP Suite weiterentwickeln und bestehende Module gezielt ausbauen. Kundenfeedback und Partneranforderungen sollen nach Unternehmensangaben systematisch in die Produkt-Roadmap einfließen.

Channel-Strategie: Ausbau der Partnerintegration

Neben der Produktstrategie kündigt Aagon eine Intensivierung der Channel-Aktivitäten an. Ein erweitertes Channel-Team sowie neue Austauschformate sollen Partner stärker in Produkt-Entwicklungsprozesse einbinden.

Wie das Unternehmen mitteilt, sei geplant, Partnerfeedback mit neuen Formaten wie „Frag den Jürgen“ (als direkter Austausch mit CEO Jürgen Vogler) direkt in die Roadmap einfließen zu lassen. Darüber hinaus sollen Premium-Partner durch gemeinsame Marketingmaßnahmen und zusätzliche Vertriebsunterstützung gefördert werden. Ziel sei es, die Marktdurchdringung über indirekte Vertriebsstrukturen weiter auszubauen und die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells zu erhöhen.

Strategische Ausrichtung unter neuer Geschäftsführung

Seit Oktober 2025 wird Aagon von CEO Jürgen Vogler geführt. Er sehe Unified Endpoint Management als strategischen Ausgangspunkt für Cybersecurity-Strategien und zur Erfüllung regulatorischer Anforderungen.

Für 2026 definiert die Geschäftsführung Ziele wie nachhaltiges Wachstum, die Optimierung interner Prozesse sowie eine stärkere Fokussierung auf Kernthemen wie Client-Management, Automatisierung und Security. Die aktuelle Geschäftsentwicklung deute darauf hin, dass die strategische Ausrichtung auf integrierte UEM- und Security-Lösungen im regulierten Unternehmensumfeld auf Resonanz stoße.

Interessiert an ACMP Suite? connect professional hat die ACMP in der Version 6.8 getestet. Im Fokus standen Funktionen für Client-Management, Patchmanagement und Security sowie Integrationsoptionen in bestehende Microsoft-Umgebungen. Inzwischen ist ACMP 6.9 die aktuelle Version. Welche funktionalen Erweiterungen und strategischen Weiterentwicklungen damit einhergehen, wird die Redaktion in einem kommenden Beitrag auf Basis eines Hintergrundgesprächs mit CEO Jürgen Vogler und Chief Evangelist Sebastian Weber vertiefen.