Youtube im Visier eines "Malspam"-Angriffs
Nahezu 30.000 Youtube-Videos enthalten Videoanmerkungen mit Links zu infizierten Webseiten. Dies melden die Sicherheitslabore von Panda Security.
Die Links verweisen auf die vermeintlich legale pornografische Webseite "Porntube 2.0", die
derzeit zur Verbreitung von falscher Antivirensoftware genutzt wird. Youtube geriet bereits Ende
Februar dieses Jahres unter Beschuss einer ähnlichen Attacke. Auch damals waren insbesondere die
Anwender betroffen, die das Videoportal gezielt nach pornografischem Material durchsuchen. Dafür
zeichneten dieselben Urheber verantwortlich, die im Vorfeld auch schon das Social-News-Portal
Digg.com im Visier hatten.
Das massive Aufkommen des aktuellen so genannten "Malspams" (Malware-Spam) deutet darauf hin,
dass die Urheber in diesem Fall professionelle Tools zur automatisierten Verbreitung nutzten. So
ordneten die Online-Kriminellen ihren Links gezielt häufige Suchbegriffe zu, wie zum Beispiel Porn,
Sex, Latina, Tit’s oder die Namen diverser Berühmtheiten aus dem Pornografie-Geschäft. Die gezielte
Orientierung an gängigen Suchbegriffen ermöglicht den Kriminellen deutlich bessere
Infektionsraten.
Der Klick auf einen dieser Links führt die Anwender auf Porntube 2.0. Dort stehen verschiedene
pornografische Videos zum Download bereit. Dafür wird aber zunächst ein Update eines gefälschten
Adobe Flash Players gefordert. Dies enttarnten die Sicherheitsexperten der Panda-Security-Labore
als "Privacy Center", eine falsche Antivirensoftware.
Peter Koller/wg