Bechtle bündelt internationales Geschäft
Bechtle führt die Aktivitäten aus bisher drei Einheiten unter einem Dach zusammen. In der Bechtle International Division (BID) betreut der IT-Dienstleister künftig Projekte mit international tätigen Konzernen und großen mittelständischen Unternehmen mit multinationaler Präsenz.
Bechtle expandiert in den letzten Jahren verstärkt ins vor allem europäische Ausland, wie zuletzt durch die Zukäufe von Nuovamacut in Italien (connect professional berichtete) und E-Storage in den Niederlanden. Das zahlt sich aus. Denn angesichts der Investitionszurückhaltung seiner deutschen Unternehmenskunden, insbesondere im Mittelstand, war es vor allem das internationale Geschäft, das in den letzten Quartalen für positive Impulse sorgte.
Jetzt organisiert die Systemhaus-Gruppe das internationale Geschäft neu. Zum Beginn des neuen Jahres werden die Aktivitäten aus bisher drei Einheiten unter dem Dach der Bechtle International Division (BID) zusammengefasst. In der neuen Organisation betreut der IT-Dienstleister künftig Projekte mit international tätigen Konzernen und großen mittelständischen Unternehmen mit multinationaler Präsenz.
Die neue Bechtle International Division bündelt die Aktivitäten der bisherigen International Sales Division, der International Business Unit sowie die Zusammenarbeit mit über 300 Partnern in 180 Ländern. Als zentraler Geschäftsbereich stellt die BID ihre Leistungen europaweit allen Gesellschaften der Bechtle Gruppe zur Verfügung. Die Geschäftsführung bleibt unverändert bei dem bisherigen Führungsteam der International Sales Division, Dr. Benedikt Schmidt, Markus Schmidt und Johannes Knausenberger.
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Die Leistungen der Bechtle International Division umfassen bei internationalen Kundenprojekten die Bereiche Business Development, Angebots- und Ausschreibungsmanagement sowie die operative Geschäftsabwicklung. Das Team aus mehr als 100 Mitarbeitern konzentriert sich dabei auf Unternehmen mit IT-Umgebungen von mehr als 5.000 Arbeitsplätzen und multinationaler Präsenz. „Unser internationales Geschäft ist ein wesentlicher Wachstumstreiber für den nachhaltigen Erfolg von Bechtle. Wir haben uns in den vergangenen Jahren eine herausragende Position als IT-Partner für global agierende Kunden erarbeitet, die wir künftig weiter ausbauen wollen“, sagt Konstantin Ebert, COO der Bechtle AG, der nach dem Ende der Amtszeit des bisherigen CEO Thomas Olemotz Ende 2026 dessen Nachfolge an der Konzernspitze antreten wird (connect professional berichtete).
Bechtle ist in 14 europäischen Ländern mit eigenen Gesellschaften aktiv, arbeitet seit Jahren für international tätige Mittelstandunternehmen und global aktive Konzerne in großen, zentral gesteuerten IT-Projekten sowie als Dienstleister für Remote-Services wie auch mit Serviceeinheiten beim Kunden vor Ort. Zu den etablierten Partnerschaften, die bei der Leistungserbringung unterstützen, gehören auch die Unternehmen der Global IT Alliance. Das von Bechtle 2013 initiierte Netzwerk besteht derzeit aus weltweit 14 Partnern, die über mehr als 240 Standorte in 96 Ländern verfügen.
Für den Ausbau des internationalen Geschäfts setzt Bechtle neben der Stärkung zentraler Einheiten wie der Bechtle International Division auch auf die Fortsetzung der internationalen M&A-Strategie. So hat der IT-Dienstleister in den letzten fünf Jahren von insgesamt 23 Akquisitionen 18 im europäischen Ausland getätigt. Auch künftig will Bechtle nach eigenen Angaben international über Zukäufe die Position in den europäischen Märkten kräftig erweitern.