Telekom baut T Cloud Public zur EU-Cloud aus
Die Deutsche Telekom gibt an, die T Cloud Public bis Ende 2026 funktional auf Hyperscaler-Niveau auszubauen. Bereits heute seien rund 80 Prozent der Kernfunktionen verfügbar. Unternehmen sollen so eine skalierbare, KI-fähige Public Cloud unter europäischem Recht nutzen können.
Die Deutsche Telekom erklärt, die T Cloud Public gezielt als souveräne europäische Alternative zu den etablierten Hyperscalern auszubauen. Bis Ende 2026 solle die Plattform vollständige Parität bei den zentralen Kernfunktionen führender internationaler Cloud-Anbieter erreichen. Bereits heute seien laut Unternehmen etwa 80 Prozent dieser Funktionen produktiv nutzbar.
Die Cloud-Plattform richte sich insbesondere an Unternehmen, die leistungsfähige Cloud- und KI-Infrastrukturen benötigen, dabei jedoch Abhängigkeiten von außereuropäischen Anbietern vermeiden wollen. Die Telekom positioniere die T Cloud Public als strategisches Fundament für daten- und KI-getriebene Geschäftsmodelle in Industrie, Mittelstand und öffentlichem Sektor.
Integration von KI-Services und GPU-Ressourcen
Nach Angaben des Unternehmens lasse sich die T Cloud Public eng mit der Industrial AI Cloud kombinieren. Diese stelle spezialisierte GPU-Ressourcen der neuesten Generation bereit und ermögliche die Umsetzung rechenintensiver KI-Anwendungen, ohne dass eigene Hardware betrieben werden müsse.
Die Industrial AI Cloud gehe Anfang Februar offiziell in Betrieb und erhöhe die verfügbare GPU-Kapazität in Deutschland deutlich. Damit entstehe nach Darstellung der Telekom eine der größten souveränen KI-Infrastrukturen Europas. Unternehmen könnten KI-Workloads skalieren und gleichzeitig regulatorische Anforderungen erfüllen.
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Modulares Cloud-Toolkit für Unternehmen
Die T Cloud Public biete laut Hersteller ein modulares Service-Portfolio für Compute, Storage, Netzwerk und Datenmanagement. Über standardisierte Schnittstellen stünden unter anderem verwaltete Datenbanken, Entwickler-Tools und vorkonfigurierte Services zur Verfügung.
Durch die modulare Architektur könnten Unternehmen nur jene Cloud-Dienste nutzen, die für ihre jeweiligen Workloads erforderlich seien. Automatisierte Prozesse sollen den administrativen Aufwand reduzieren und die Integration in bestehende IT- und Multi-Cloud-Umgebungen erleichtern. Offene Standards sollen zudem den Wechsel von anderen Cloud-Plattformen unterstützen.
Sicherheit, Compliance und europäische Souveränität
Als zentrales Differenzierungsmerkmal nennt die Deutsche Telekom den Fokus auf digitale Souveränität. Die T Cloud Public folge dem Prinzip „Security by Design“ und basiere auf einer Zero-Trust-Architektur. Zudem sei die Plattform nach gängigen Sicherheitsstandards wie C5 zertifiziert.
Die Datenverarbeitung erfolge ausschließlich in europäischen Rechenzentren und unterliege vollständig europäischem Recht. Der Anbieter betont, dass Kunden dadurch sowohl rechtliche als auch operative Kontrolle über ihre Daten behalten sollen. Insbesondere für regulierte Branchen wie Finanzdienstleister oder öffentliche Verwaltungen könne dies interne Compliance- und Audit-Prozesse vereinfachen.
Einsatz in regulierten Branchen und Migration
Nach Unternehmensangaben nutzen bereits mehrere tausend Organisationen die Plattform, darunter Großunternehmen, mittelständische Betriebe und öffentliche Einrichtungen. Der weitere Ausbau der Funktionalitäten solle den Einsatz auch für hochsensible Workloads erleichtern.
Durch Migrationsunterstützung und die Vermeidung klassischer Vendor-Lock-in-Modelle positioniere sich die T Cloud Public als langfristige Option für Unternehmen, die ihre Cloud-Strategie stärker an europäischen Standards ausrichten möchten.