Wachstums-Offensive bei Plusserver
Cloud-Spezialist Plusserver leitet eine neue Ära ein: Ab 1. März 2026 übernimmt der IT-Stratege Dr. Marc Wilczek den Posten des CEO. Gleichzeitig wird das Management-Team erweitert.
Nach Jahren der strukturellen Neuausrichtung und Stabilisierung geht Plusserver personell in die Offensive. Wie das Unternehmen mitteilte, soll Dr. Marc Wilczek als CEO die Marktpräsenz des Hosting- und Cloud-Anbieters massiv ausbauen. Wilczek, der auf über zwei Jahrzehnte Führungserfahrung in der Tech-Branche zurückblickt, gilt als Experte für komplexe Transformationsprozesse. Er löst Andreas Kadler ab, der seit Dezember 2024 die CEO-Position innehatte.
Rückkehrer und Routiniers: Ein Team für die „Cloud made in Germany“
Flankiert wird der neue CEO von einer personell verstärkten Führungsebene. Besonders die Rückkehr von Friedrich Haarmann als Chief Product Officer (CPO) setzt ein deutliches Signal: Das Portfolio soll künftig noch enger an den dynamischen Marktanforderungen und technologischen Innovationen ausgerichtet werden.
Zusammen mit den bewährten Kräften der Geschäftsführung – Raphael Bächle (CFO), Peter Höhn (CCO) und Tobias Meier (COO) – bildet das neue Management ein Gespann, das Kontinuität mit neuem Elan verbinden soll. Wilczek sieht in dieser Konstellation einen entscheidenden Vorteil: „Diese Kombination ermöglicht Fokus, Geschwindigkeit und Verlässlichkeit im Wettbewerb.“
Strategischer Fokus: Souveränität als Markenkern
Inhaltlich bleibt sich Plusserver treu, schärft aber das Profil. In Zeiten wachsender regulatorischer Hürden positioniert sich das Unternehmen als Bollwerk für Datensouveränität. Plusserver betreibt seine Infrastrukturen in eigenen deutschen Rechenzentren und erfüllt höchste Sicherheitsstandards nach ISO 27001 und BSI C5. Ein dreigliedriges Modell aus Key-Account-Betreuung, Partnergeschäft und digitalem Shop soll sowohl Mittelständler als auch Großkonzerne bedienen.
Mit der Berufung von Wilczek reagiert Plusserver auf die steigende strategische Bedeutung digitaler Souveränität in Europa. Während US-Hyperscaler oft kritisch beäugt werden, will Plusserver die Lücke mit „souveräner IT-Architektur aus Deutschland“ füllen.