Rendite für Reseller & Verbreitung von Videokonferenzen
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channelXpert: Inwiefern können Reseller anhand von zusätzlichen Leistungen mehr Rendite generieren?
Stegemann: Die Spannen beim Verkauf von ITK-Produkten sind relativ gering. Im Bereich der Videokonferenzsysteme befinden wir uns im Lösungsgeschäft. So gesehen geht es hier zwar in erster Linie um den Verkauf und die Installation eines Systems aber auch um Themen wie Netzwerkadministration, Einrichtung von Clients, das Zubehörgeschäft und die Netzvermarktung. Reseller, die über gute Kontakte zu anderen Resellern verfügen, sind in der Lage, auch überregional Geschäfte zu machen – ein Aspekt, der besonders wichtig ist, wenn es um die Anbindung von Niederlassungen und Filialen geht. Die Michael Telecom bietet mit ihrem „Lead Market“ Fachhändlern die Möglichkeit, solche Kooperationen einzugehen und zusätzliches Geschäft zu generieren.
Prange: Aktuell werden immer noch H.323-basierende Systeme für reine Videokommunikation verkauft, reine SIP-Installationen werden hauptsächlich für integrierte Systeme genutzt. Dieser traditionelle Capex-getriebene Ansatz wird sich auch nicht so schnell ändern. Der Unify-SaaS-Lösung „Circuit“ hingegen liegt ein anderes Vertriebsmodell zugrunde. Hier verkauft der Reseller einen Communications- und Collaboration-Service, der um zahlreiche weitere Services ergänzt werden kann. Partner haben die Möglichkeit, durch offene APIs das Produkt selbst den Kundenwünschen entsprechend weiterzuentwickeln oder von den vielseitigen Optionen zu profitieren, „Circuit“ in bestehende Business-Applikationen zu integrieren.
channelXpert: Wie lässt sich die flächendeckende Verbreitung von Videokonferenzen weiter vorantreiben?
Stegemann: Der Einsatz leistungsfähigerer Prozessoren und die ständige Weiterentwicklung der AV-Codecs ermöglichen immer höhere Auflösungen. Den Engpass bilden jedoch nach wie vor die zur Verfügung stehenden Bandbreiten und die Leitungsqualität der Netzanbieter. Wer mit dem Gedanken spielt, ein HD-fähiges Videokonferenzsystem einzusetzen, der sollte auf jeden Fall die Bandbreite seines Internet-Anschlusses einer Prüfung unterziehen.
Prange: Wichtig ist eine nahtlose Integration in die Kommunikationslandschaft. Aus Anwendersicht ist es egal, ob ein einzelner Gesprächspartner angerufen wird, eine Gruppenkommunikation stattfindet oder aus einem Chat eine Videokonferenz gestartet wird. Vorbei sind die Zeiten, in denen ein Videokonferenzraum extra eingerichtet werden musste. Früher musste man für Video an ein Videogerät gehen, das Teilen von Bildschirminhalten funktionierte nur am PC. WebRTC ist die Technologie der Zukunft, welche das Kommunikationserlebnis für die Anwender wesentlich vereinfacht und eine flächendeckende Verbreitung vorantreibt.