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Mobile-Office

Auf der Suche nach der passenden Lösung

Claudia Rayling, Redakteurin funkschau handel • 31.7.2012 • ca. 2:25 Min

Laut einer von Cisco in Auftrag gegebenen Studie arbeiten 95 Prozent der Befragten für Unternehmen, die die Verwendung von privaten Endgeräten in irgendeiner Form gestatten. Einen weiteren Aufwärtstrend gibt es den Ergebnissen zufolge auch bei der Gerätenutzung: So soll bis 2014 jeder Mitarbeiter im Schnitt 3,3 Mobilgeräte mit dem Unternehmensnetzwerk verbinden. Dennoch bewerten drei Viertel der befragten IT-Verantwortlichen den Bring-your-own-device (BYOD)-Trend als positiv für ihr Unternehmen – trotz der hohen Anforderungen. Daher gilt es, im Spannungsfeld zwischen einem knappen Netzwerkmanagement-Budgets und geforderten Einsparungen infolge einer optimalen Arbeitsumgebung die richtige Lösung zu finden.

Eine davon heißt Mobile-Device-Management. Christoph Hilbert, Geschäftsführender Gesellschafter beim Distributor IME Mobile Solutions, weiß um die Vorteile dieser Strategie: „Für viele Administratoren stellt BYOD eine Herausforderung dar, denn unterschiedliche Devices bringen unterschiedliche Anforderungen mit sich. Haben sich Unternehmen und Mitarbeiter geeinigt, welche Geräte und Betriebssysteme benutzt werden, stellt sich die Frage, wie unternehmensinterne Daten und Anwendungen auf den mobilen Geräten verteilt werden können. Prozesse wie Datenerfassung und -verwaltung, Rechnungs- oder Lieferscheinerstellung und Bestellaufnahmen, aber auch Überwachung und Lokalisierung der Smartphoneflotte müssen zentral und einheitlich abgewickelt werden. Das Zauberwort heißt Mobile-Device-Management (MDM). Diese Gerätemanagementlösungen bieten dem Unternehmen auf die eigenen Anforderungen abgestimmte Programme, mit denen die Geräte in die Infrastruktur des Unternehmens eingebunden werden können.“

Vor allem in Bezug auf das Thema Datenschutz müssen Unternehmen diverse Sicherheitsaspekte beachten. Schließlich sollen sensible Daten nicht nach außen dringen; im Umkehrschluss möchte wohl kein Arbeitnehmer, dass seine persönlichen Daten den IT-Verantwortlichen auf Knopfdruck zur Verfügung stehen. Hilbert: „Auch hier sorgen MDM-Lösungen für eine sichere Datenkommunikation. Software-Updates können zentralisiert und drahtlos installiert werden, verlorene Geräte lassen sich sperren und per GPS verfolgen.“

Eine weitere Möglichkeit, den Wunsch der Belegschaft nach flexiblen Arbeitsplätzen zu befriedigen, ist die Desktop-Virtualisierung. Die Vorteile liegen für Peter Goldbrunner, Director Partner-Sales bei Citrix, auf der Hand: „Einerseits ermöglicht sie, dass jeder Mitarbeiter von überall aus auf seine gewohnte Arbeitsumgebung zugreifen kann. Andererseits sind mit virtuellen Desktops Betriebssystem und Endgerät vollständig entkoppelt, so dass mobile Devices kein allzu großes Sicherheitsrisiko mehr darstellen.“ Gerade bei diesen beiden Punkten stünden IT-Abteilungen in Unternehmen großen Herausforderungen gegenüber, weil zusätzliche Kapazitäten oder ein anderes Arbeiten erforderlich wären, so der Citrix-Experte.

Bei Cisco hingegen wurde ein ganzheitlicher Ansatz entwickelt, der Netzwerk, Richtlinien und Management einschließt. „Denn das Netzwerk ist die Basis, um Informationen und Anwendungen jederzeit, überall und mit jedem Gerät zu nutzen“, davon ist Markus Kremser, Business-Development-Manager Borderless-Network-Architectures, Mobility bei Cisco, überzeugt. Dementsprechend könne BYOD auch nur Teil einer umfassenderen Strategie sein, die Unternehmen verfolgen müssten, um das Potenzial von Mobilität in vollem Umfang ausschöpfen zu können.

Der neue Ansatz mit vier Lösungen basiert auf der Borderless-Network-Architektur: „Eine einheitliche Richtlinie für drahtgebundene und drahtlose Netzwerke, Mobiltelefone und VPN erlaubt dabei die einfache und sichere Nutzung eines privaten Geräts sowie dessen Integration in Managementlösungen für mobile Geräte. Eine aktualisierte Wireless-LAN-Infrastruktur ermöglicht eine Verdoppelung der Skalierbarkeit für Multicast-Video. Zudem werden durch einheitliche Lösungen der Betrieb und das Netzwerkmanagement vereinfacht. Damit erfassen IT-Manager die Performance einer Anwendung aus der Nutzerperspektive, beschleunigen die Fehlerbehebung und reduzieren die laufenden Kosten. Die Mitarbeiter erhalten eine weitgehend uneingeschränkte Arbeitsumgebung. Und der Reseller profitiert durch einen neuen oder weiterhin zufriedenen Kunden sowie zukünftige Aktualisierungs- und Zusatzservices“, umreißt Kremser die Vorteile einer ganzheitlichen Mobility-Strategie.

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