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Mobile-Office

Anforderungen und Möglichkeiten für Fachhändler

Claudia Rayling, Redakteurin funkschau handel • 31.7.2012 • ca. 2:10 Min

Alles in allem brauchen Unternehmen bei einem zunehmenden Flickenteppich an Sicherheitseinstellungen, bedingt durch die Flut an integrierbaren mobilen Devices, eine umfassende Lösung, die hohe Sicherheit bietet, einfach zu administrieren ist, sich gut in die vorhandene Infrastruktur integrieren lässt, sowie flexibel an neue Technologien und Geräte anpassbar ist. Hier kann der Fachhändler mit fundiertem Know-how punkten. Kremser: „Viele Unternehmen sind überfordert, das das komplexe und aktuelle Wissen nicht in ihre Kernkompetenz fällt. Entsprechend können sich Reseller mit individuellem Beratungs- und Implementierungsservice für BYOD profilieren, indem sie hohe IT-Sicherheit gewährleisten, für eine intelligente und flexible Anbindung mobiler Clients an das Unternehmensnetzwerk sorgen sowie die Auswirkungen der heterogenen Endgeräte-Landschaft auf die Infrastruktur in Grenzen halten.“

Des Weiteren könnten Händler ihre Kunden in Bezug auf effizientere, produktivere Arbeitsprozesse auf Basis von BYOD beraten, was wiederum zu einer hohen Mitarbeiterzufriedenheit beiträgt. Um hier punkten zu können, sollten allerdings die richtigen Fragen gestellt werden: „Der Dienstleister muss wissen, welche Anforderungen die Mitarbeiter des Kunden an die mobilen Geräte und Anwendungen bereits stellen, in welchen Bereichen und für welche Prozesse sie diese einsetzen möchten und nach welchen Kriterien sich ein erfolgreicher Einsatz privater Geräte messen lässt“, erklärt Kremser.

Hier stünde freilich auch der Hersteller in der Pflicht, denn zur Ermittlung der individuell optimalen Lösung ist der Reseller auf dessen Informationen und Mitarbeit angewiesen. Cisco bietet daher umfangreiche Trainings und Workshops an, die zum „BYOD-capable Partner“ führen. Darüber hinaus stehen den Fachhändlern zahlreiche Marketingmaterialien sowie Vertriebssupport zur Verfügung.

Dem hohen Bedarf an Aus- und Fortbildung sowie immer neuen Zertifizierungen trägt auch Citrix Rechnung. Dennoch mahnt Peter Goldbrunner, gäbe es neben den technischen Aspekten noch weitere Faktoren, die bei der Consumerization der IT beachtet werden müssten: „Die organisatorischen Voraussetzungen spielen eine ebenso große Rolle wie die technischen Aspekte. Im Idealfall sollte ein erfolgreiches Projekt vom gesamten Unternehmen strategisch getragen werden. Wichtig ist auch, die Initiative stets zu Ende zu denken: So lässt sich das gesamte Potenzial der Virtualisierung in Verbindung mit BYOD etwa nur bei strikter Trennung zwischen privater und geschäftlicher Arbeitsumgebung wirklich ausschöpfen.“ Klare Betriebsvereinbarungen seien daher, trotz neu gewonnener Freiheit und Flexibilität der modernen Arbeitsplätze, weiterhin von enormer Bedeutung. So sollte jeder Mitarbeiter explizit wissen, was er dürfe und wo die Grenzen der Consumerization verliefen. Andernfalls drohe ein „unkontrollierter Wildwuchs“, der die IT-Abteilungen überfordern könnte. Daher stuft Goldbrunner die konsequente Schulung und Aufklärung der Endanwender in Sachen Sicherheit als mindestens genauso wichtig ein wie die Schulung der IT-Mitarbeiter.

Fachhändler sollten sich außerdem auf neue Geschäftsmodelle einstellen, beziehungsweise die bestehenden einer kritischen Betrachtung unterziehen, meint der Citrix-Experte: „Trends wie Consumerization und BYOD-Programme bedeuten ganz konkret, dass Unternehmen möglicherweise keine großen Hardware-Posten mehr abnehmen. Wenn Mitarbeiter ihre eigenen Geräte nutzen, dann beziehen sie diese auch privat über eigene Handelskanäle. Auch das Geschäft mit Software-Lizenzen steht im Cloud-Zeitalter unter Druck. Hier wird es verstärkt darum gehen, Services zu entwickeln und anzubieten. Dazu gehören Software-as-a-Service (SaaS) in Form gehosteter  Anwendungen, der Support oder andere.“

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