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Avanade-Studie

Einzelhandel setzt auf themenbasierte Geschäfte

Eine Studie von Avanade zeigt, dass Ladengeschäfte bereits ab dem Jahr 2020 deutlich andere Funktionen erfüllen werden als heute. Damit einher geht eine veränderte Erwartung des Einzelhandels hin zu individuelleren Formaten.

Autor: Redaktion connect-professional • 24.5.2017 • ca. 1:30 Min

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Inhalt
  1. Einzelhandel setzt auf themenbasierte Geschäfte
  2. Handlungsempfehlungen für den Retail

Der Studie von Avanade zufolge müsse der Handel in Sachen digitaler Arbeitsplatz und Technologie signifikante Schritte unternehmen, um auch künftig eine Rolle für Konsumenten zu spielen. Dennoch hat es den Anschein, dass das Retail-Umfeld die Zeichen der Zeit vielfach noch nicht erkannt habe, so Avanade, insbesondere wenn es darum geht, die eigenen Mitarbeiter entsprechend zu befähigen: Der Studie nach plant die Mehrzahl der Handelsunternehmen in den kommenden Jahren nur wenige Änderungen in diesem Bereich vorzunehmen.

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Robert Gögele, Avanade
"Der Einzelhandel muss seine Ladenkonzepte überdenken und auf Technologien setzen, die gleichermaßen die Kundenerlebnisse als auch die Belegschaft nach vorne bringen", so Robert Gögele von Avanade.
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Konkret glauben 60 Prozent der für die Studie Befragten, dass sich ihre Läden von traditionellem Verkauf hin zu themen- und erlebnisbasierten Ansätzen entwickeln werden, die spezielle Kundensegmente adressieren. 56 Prozent gehen davon aus, dass die Geschäfte dabei künftig vornehmlich als Erfüllungsort für Online-Käufe dienen. Als treibende Kräfte des Wandels gelten dabei die veränderten Kundenerwartungen, fortführend negative Entwicklungen auf bestehenden Verkaufsflächen sowie exponenziell steigende Zuwachsraten auf digitalen Kanälen.

Alles anders, aber gleich?
Trotz der genannten Veränderungen erwartet der Handel, dass das Verkaufspersonal auch künftig dieselben Tätigkeiten ausübt wie heutzutage. Diese Ergebnisse verdeutlichen die Diskrepanz zwischen Vision und Umsetzungsfähigkeit: So planen Handelsunternehmen etwa nicht, ihre Angestellten im Laufe der kommenden Jahre hin zu mehr Kundenzentriertheit zu entwickeln – unbeschadet ihrer Erwartung, dass themenbasierte Ansätze essenzielle Bestandteile ihrer Geschäftsmodelle bilden werden.

Robert Gögele, General Manager von Avanade in Deutschland, Österreich und der Schweiz: „52 Prozent der Retailer planen den Einsatz von Augmented Reality und Robotern in ihren Geschäften bereits innerhalb der nächsten zwei Jahre. Es ist wichtig, die Auswirkungen dieser Technologien auf die Belegschaft zu berücksichtigen. Digitale Lösungen können dazu beitragen, die Mitarbeiter weiterzubilden und auch für sie eine erlebnisbasierte Welt zu schaffen. Das ist mindestens ebenso wichtig wie das Engagement mit den Kunden.“