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Enterprise-Mobility-Management

Grundanforderungen an ein modernes Enterprise-Mobility-Konzept

Claudia Rayling, Redakteurin funkschau / channelXpert • 31.8.2015 • ca. 1:25 Min

Inhalt
  1. Enterprise-Mobility: Anforderungen & Lösungen
  2. MAM als Wettbewerbsvorteil
  3. Grundanforderungen an ein modernes Enterprise-Mobility-Konzept

Geht es nun um die Bereitstellung von Apps, kommt durch die erwähnte Device-Fragmentierung zunächst einmal eine große Herausforderung auf die Entwickler zu. Stein: "Noch vor kurzer Zeit mussten Apps mehrfach für die einzelnen Systeme konzipiert und entwickelt werden – ein immenser Kosten- und Zeitaufwand. Gern wurden solche Entwicklungen an externe Dienstleister vergeben, mit allen Begleiterscheinungen wie mangelnder Kostenkontrolle und umständlichen Release-Prozessen. Auch der im Vergleich zu klassischen PC-Anwendungen deutlich kürzere Zeitintervall zwischen zwei Releases stellt ein Problem dar: Welche Version der App wird gerade geliefert, welche ist ausgerollt und welche befindet sich im Test? Kommen dann noch mehrere Zielplattformen und Sprachen dazu, ist eine moderne MAM-Lösung gefordert, die den kompletten App-Lifecycle abdeckt."

Er rät zu Cross-Plattform-Technologien, um den Entwicklungsaufwand zu minimieren: So erlauben HTML5 und Javascript im Zusammenspiel mit Betriebssystem-spezifischen Erweiterungen (Google-Cordova) das Erstellen mächtiger Apps, die funktional und bedientechnisch von nativen Apps nicht mehr zu unterscheiden sind. Klassische Mobile-App-Development (MADP)-Plattformen könnten dabei unterstützen. Ist die MADP in die MAM-Lösung integriert, lassen sich auch externe Entwickler problemlos einbinden und doppelte Verwaltungsaufwände wären hinfällig. Eine weitere mögliche Hürde ist jedoch auch der Betrieb.

Stein fasst die Fragen, die sich stellen, zusammen: "Wie soll die zugehörige IT-Infrastruktur aussehen? Mit anderen Worten: Wie sieht das Backend zu den vielen Mobilgeräten aus, das die Kommunikation mit der Unternehmens-IT sicherstellt, ohne dabei die Datenintegrität, -sicherheit und -verfügbarkeit einzuschränken und gleichzeitig die angeschlossenen Geräte zu managen? Und wie können Unternehmensapps – genauso wie die Geräte selbst – über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg verwaltet werden?"

Daraus ergeben sich für ihn zwei Grundanforderungen an ein modernes Enterprise-Mobility-Konzept:

  1.  Die Anwendungsentwicklung mitsamt der zugehörigen Backend-Prozesse sollte auf einer zentralen Plattform erfolgen können, die gleichzeitig für die Skalierbarkeit, Verfügbarkeit und Sicherheit der Apps sorgt.
  2. Die Verteilung der Apps sollte sich nahtlos anschließen, und zwar einheitlich für alle genutzten Mobilgeräte, egal ob mitarbeiter- oder firmeneigen. Nur so kann sichergestellt werden, dass jeder Mitarbeiter die Apps bekommt, die er braucht.

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