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Vermarktung

So lassen sich die Herausforderungen meistern

Alexander Neuhausen, Principal-Analyst bei Ageto Service GmbH • 10.8.2015 • ca. 1:35 Min

Inhalt
  1. So funktioniert das Zusammenspiel von E-Commerce und SAP
  2. So lassen sich die Herausforderungen meistern

Die vier wichtigsten Herausforderungen bei der Integration von E-Commerce-Plattformen und SAP sind folgende:

  • Change-Management
    Um den normalen Betriebsablauf nicht zu beeinträchtigen, bleibt der E-Commerce oft eine Insellösung mit separaten Prozessen. Doch um dem globalen Kunden von heute gerecht zu werden, müssen Unternehmen selbst global agieren, indem sie alle Fachbereiche einbinden. Derartige Veränderungen erfordern ein gutes Change-Management, das sowohl die Fachbereiche als auch die IT-Abteilung in ihrem Wirkungsbereich abholt. Am besten gelingt dies, wenn die E-Commerce-Abteilung als Project-Management-Office (PMO) agiert und die IT-Abteilung gleichzeitig die technischen Prozesse weiterentwickelt sowie entsprechende Maßnahmen koordiniert.
  • Customer-Relationship-Management
    Durch die Kombination von ERP und CRM lassen sich dank vorhandener Kundendaten neue Potenziale für Vertrieb und Marketing erschließen. Darüber hinaus werden Marketingprozesse wie Zielgruppenselektion und Kampagnenmanagement optimal unterstützt. Die Schwierigkeit hierbei liegt in der Gestaltung und Einführung notwendiger Prozesse mit entsprechenden Verantwortlichkeiten. Denn nur wer seine Kunden im Internet genau kennt, hat einen Vorteil und kann besser verkaufen als der Wettbewerb. Wichtig ist, Systeme für die bestehende und angestrebte Unternehmenssituation maßzuschneidern. Dies wiederum setzt eine qualifizierte Analyse voraus. SAP hat mit Customer-Engagement and Commerce (CEC) – der Verbindung aus Hybris und CRM – einen Ansatz gewählt, der für viele Geschäftsmodelle gerüstet ist.
  • Preisfindung
    Das Internet hält jederzeit alle Informationen bereit – Produkte, alternative Angebote und natürlich Preise. Der Preis ist ein entscheidender Faktor beim Onlinekauf und daher ein Muss. Doch was für B2C-Unternehmen selbstverständlich ist, kollidiert im B2B häufig mit komplexen Preismodellen und individuell ausgehandelten Konditionen. In reinen B2C-Szenarien und einfachen B2B-Modellen ist es aber durchaus ohne größeren Aufwand möglich, die Preisinformationen in regelmäßigen Abständen aus SAP in den Shop zu importieren. Will ein B2B-Unternehmen jedoch A-, B- und C-Kunden mit der gleichen Plattform bedienen, ist es empfehlenswert, den Shop-Besucher frühzeitig zu einem Login zu bewegen, um individuelle Preisangebote darstellen zu können.
  • Variantenkonfiguration
    Für den Online-Verkauf von konfigurierbaren Produkten bietet SAP eine schnelle, standardisierte Integrationslösung zur Variantenkonfiguration. Die Herausforderung besteht darin, das Zusammenspiel von Shop und SAP reibungslos zu gestalten. Nach der Kopplung von Shop- und SAP-System lassen sich Produktvariantenmodelle im SAP erstellen, auf die das Shop-System zugreifen kann. Die komplette Konfigurationsverwaltung erledigt SAP, die zusätzliche Anreicherung zur attraktiven Online-Präsentation erfolgt nachgelagert durch das Shop-System.