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Zwischen Vertrauenskrise und Modernisierungszwang

Externe Dienstleister

Autor: Michael Hase • 7.2.2008 • ca. 1:30 Min

Die niederländische Bank ABN AMRO verfolgt seit längerem eine Multisourcing- Strategie vor allem im Bereich Change-Management. »Wir haben keine Berührungsängste, wenn es um die Frage Outsourcing von Teilbereichen unserer IT-Landschaft geht«, verrät Sean Pepper, Executive Director & Global Head of Commercial Vendor Management bei ABN AMRO. Für den Banker müssen Outsourcing-Regeln lediglich transparent und fair sein. Dann sind laut Pepper auch strategische Software-Leistungen mit Partnern zu managen.

Gleichwohl deuten Umfragen im Finanzsektor immer wieder darauf hin, dass Banker nur zögerlich mit externen Dienstleistern zusammenarbeiten. IT-Verantwortliche hegen hauptsächlich Bedenken in punkto Sicherheit und Know-how-Abfluss. Viele fürchten den Kontrollverlust über wichtige Funktionsblöcke der hauseigenen IT-Systeme und verfolgen Sourcing- Strategien deshalb nur halbherzig. Wer grundsätzlich alles aus eigener Kraft implementieren und betreiben will, bürdet sich aber auch steigende Kosten bei der Pflege der eigenen IT-Ressourcen auf. Ein schwieriger Balanceakt zwischen Kosten und Nutzen, der je nach Einzelfall sehr unterschiedlich ausfällt.

Mehr Risikobewusstsein und bessere Instrumente für die Datenqualität in heterogenen Systemlandschaften sind Forderungen, die in IT-Fachabteilungen seit längerem für Zündstoff sorgen. Der Wertbeitrag von qualifizierten Informationen für die laufenden Geschäfte wird einer Studie des Instituts für Business Intelligence der Steinbeis Hochschule Berlin zufolge häufig unterschätzt. Banken und Finanzdienstleister spielen dabei keine Ausnahme: »Der Einsatz von Werkzeugen für das Datenqualitätsmanagement steht noch ganz am Anfang«, bestätigt Udo Weiß, Mitinhaber und Geschäftsführer der Kieler Tekko Informationssysteme, zu deren Kunden Landes- und Hypothekenbanken oder Sparkassen zählen.

Lediglich zehn Prozent der in der Steinbeis- Studie befragten 681 Unternehmen geben an, dass regelmäßig Qualitätschecks hinsichtlich konsistenter Daten vorgenommen werden. Die Mehrzahl der Befragten stuft das Thema Datenqualität mit hoher Priorität ein, nutzt aber bisher weder eine systematische Impact-Analyse noch ein umfassendes Qualitätsmanagement. Einziger Lichtblick, so der Analyst Wolfgang Martin, einer der Mitautoren, sei die Bereitschaft der Unternehmen, in Zukunft mehr auf diesem Feld zu tun.

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