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Mr. Distribution Michael Kaack im CRN-Gespräch

Supply Chain ist allerwichtigstes Thema für die Distribution

Autor: Redaktion connect-professional • 4.4.2007 • ca. 1:00 Min

Inhalt
  1. »Hersteller können den Handel nicht effizient bedienen«
  2. Spezialisten müssen nicht um ihre Zukunft bangen
  3. Supply Chain ist allerwichtigstes Thema für die Distribution

Ausschlaggebend für weiteres Wachstum der Großhandelsbetriebe sei die Qualität der »elektronischen Tools und die besten Möglichkeiten in der Vernetzung untereinander«, sagt Kaack. Denn die Vielzahl der Produkte und Anforderungen können nur elektronisch gelöst werden. Dabei spielt das Internet eine wesentliche Rolle. Von Bestell- und Logistikprozessen bis hin zum beleglosen Versand und Rechnungsstellung müssten die administrativen Tätigkeiten mehr und mehr beleglos funktionieren. »Distributoren, die das federführend machen können und zu jeder Sekunde wissen, wo jeder Artikel ist – vom Hersteller bis zur Lieferung an den Endkunden – die werden gewinnen. Supply Chain ist das allerwichtigste Thema für die Distribution.«

Selbst für die Subdistribution sieht Kaack noch Wachstumsmöglichkeiten. So würden vor allem neue Händler und neue Vertriebs- Channels häufig auf die Subdistribution angewiesen sein. Außerdem bietet sich die Subdistribution als Vermarkter für Überkapazitäten bei Herstellern, und Distributoren an.

Als schwierig betrachtet Kaack die Frage danach, ob die Distribution nicht immer abhängiger von den Herstellern wird und dabei unter Umständen die Interessen des Handels vernachlässigen könne. Sicher sei, die Distribution fungiert als Dienstleister der Hersteller. »Aber auch der Handel hat eine hohe Erwartungshaltung. Die Kunst besteht darin, zwischen beiden Interessen auszubalancieren.« Andererseits sei auch der Fachhandel gefordert, sich nicht zu abhängig vom Hersteller oder Distributor zu machen. »Wer mit zwei oder drei Distributoren eng zusammenarbeitet, hat damit eine Lieferantenbreite, die ihm auch einen guten Service gegenüber seinen Kunden garantiert.«