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Verbundgruppen sind mehr als nur Einkaufsgemeinschaften

Kooperationen im Aufbruch

Kooperationen im Aufbruch: Die Verbundgruppen und Kooperationen befinden sich im Aufbruch. Sie kooperieren miteinander, bauen ihre ohnehin länderübergreifende Präsenz noch weiter aus. Europa lautet eines ihrer Ziele. Aber: Der Druck auf die Gruppen wächst – auch von den Lieferanten.

Autor:Redaktion connect-professional • 27.7.2006 • ca. 1:00 Min

wolfgang.kuehn@ict-channel.com

Die Zahl spricht für sich: Laut statistischem Bundesamt befinden sich gegenwärtig etwa 29 Prozent des deutschen Mittelstandes in Kooperationen, Verbünden und Wertschöpfungsketten. Allein der Zentralverband Gewerblicher Verbundgruppen (ZGV) zählt etwa 300 Verbundgruppen in seiner Mitgliederliste. Dazu gehören REWE ebenso wie Hagebau oder Intersport. Und natürlich auch Gruppen für IT-, TK- und UEFachhändler. Die im ZGV organisierten Verbünde erwirtschaften in über 35 Branchen einen Umsatz von jährlich über 104 Milliarden Euro. Zusammen repräsentieren die Gruppen mit den unterschiedlichsten Rechtsformen rund 180.000 mittelständische Unternehmen. Diese Mittelständler suchen über die Verbünde nach neuen Konzepten des Wirtschaftshandels und moderne Formen der Arbeitsorganisation. Zugleich haben sie durchaus eine Erklärung für ihr Zusammengehen: »Wenn die Großen fusionieren, müssen die Kleinen kooperieren.«

Tatsächlich stützen Kooperationen und Verbundgruppen die Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten Unternehmen. Mehr noch, sie führen zu Umsatz- und Beschäftigungszuwächsen, verringern Insolvenzrisiken und bringen den Unternehmen, so der ZGV in Berlin, eine bessere Bonitätsbewertung bei ihren Finanzierungspartnern (CRN berichtete in der Ausgabe vom 5. Mai 2005 ausführlich über die Bonitätsbewertungen). Weiter stellt der Verband fest, dass sogenannte KMUs (kleine und mittlere Unternehmen) in betrieblichen Kooperationen wesentlich innovationsfreundlicher sind. Für den Verband sei es deshalb »von großer Bedeutung, dass Kooperations- und Wertschöpfungspartnerschaften zwischen mittelständischen Unternehmen gestärkt und stabilisiert werden und ihnen Arbeits- und Lernkonzepte für ihre überbetriebliche Aufgabenkontexte zur Verfügung stehen«.