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DDR3 noch teuer und mit geringer Unterstützung

Autor: Joachim Gartz • 15.9.2008 • ca. 1:10 Min

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  1. Speicherpreis erreicht neuen Tiefstand
  2. DDR3 noch teuer und mit geringer Unterstützung
  3. Preisentwicklung muss nicht nur abwärts gehen

In den Markt für DDR3 kommt ganz allmählich Bewegung. »Der Preisaufschlag mit Faktor 3 ist einfach für PC-Volumenmodelle noch zu hoch – für die gebotene Performancesteigerung«, erklärt Eric Schäfer, Director Sales + Marketing D/A/CH & Eastern Europe bei PNY Technologies. »Sehr guter Abverkauf ließ sich in den letzten Wochen bei unserer DDR2-Overclocked-Serie `XLR8´(SLI Certified) mit 1173 MHz beobachten.«

»Wir gehen davon aus, dass im vierten Quartal die Nachfrage spürbar noch einmal anzieht«, meint George Linardatos, Geschäftsführer bei Transcend. »Trotz des preislichen Abstandes zu DDR2 könnte die Transition von DDR2 auf DDR3 einen deutlichen Schub bekommen, sollte die DDR3-Unterstützung durch Intel weiterhin mit diesem Tempo erfolgen.«

Allerdings schränkt die noch geringe Verfügbarkeit entsprechender Plattformen das Kaufinteresse ein. Jedoch erhalten die DDR3-Speicher nun langsam vermehrt Einzug in Mainstream-Rechner und Office-PCs. »Daher rechnen wir zum vierten Quartal mit einer deutlichen Steigerung der Nachfrage nach DDR3, insbesondere bei PC1333«, meint auch Takems-Manager Dägele. »DDR3 SO-DIMMs spielen derzeit noch keine Rolle, da Notebooks mit DDR3-Chipsätzen bisher kaum verfügbar sind. Die Preise haben sich eingependelt. So kann der Handel trotz einer langsam steigenden Nachfrage mit recht stabilen Preisen und einem niedrigen Preisgefüge rechnen.«

Aktuell liegt der HEK für ein 1-GByte-Modul (DDR3-1066) bei nicht ganz 37 Euro und zwei GByte bei knapp 59 Euro. Ein DDR3-1333-Kit mit zwei GByte beläuft sich auf rund 63 Euro. Im Januar diesen Jahres waren dafür noch fast 195 Euro fällig. Dies entspricht einem Preisverfall von circa 68 Prozent. Bis zum Jahresende könnte der HEK sicher noch einmal weitere 20 Prozent einbüssen. Zum Vergleich sind DDR2-800-Speicher (Markenware) »lediglich« um circa 30 Prozent günstiger geworden.