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Vier statt sechzehn (Fortsetzung)

Autor: Redaktion connect-professional • 25.5.2006 • ca. 1:15 Min

Inhalt
  1. Vier statt sechzehn
  2. Vier statt sechzehn (Fortsetzung)
  3. Vier statt sechzehn (Fortsetzung)

Serverleistung überzeugt
Neben der logischen Partitionierung überzeugte auch die Leistung der neuen Server. »Die p590 ist sehr gut für SAP, Oracle, E-Business und Documentum-Software geeignet«, erklärt Beckers. Diese Programme erzeugen große Datenmengen: Auf den angeschlossenen Speichersystemen von EMC liegen rund 20 TByte Daten. Diese werden am Standort jeweils doppelt vorgehalten und zudem an einen zweiten Standort gespiegelt. »Deshalb speichern wir viele Daten vierfach«, sagt Beckers.
Rund 2500 Anwender sind im Netzwerk der Stadtwerke Düsseldorf aktiv, von diesen greifen etwa 1200 auf SAP zu. Diesen sollte nun ein hochperformantes System geboten werden.

Schrittweise ­Anwendungsmigration
Nach einer zweimonatigen Konzeptionsphase, in der die neuen Geräte von IBM leasingfrei für ausführliche Tests zur Verfügung gestellt wurden, erfolgte die schrittweise Migration. Geprüft wurden vor allem Hochverfügbarkeit und das Funktionieren der virtuellen Ein-/Ausgabe. Sie erlaubt es, dass in einigen Fällen über einen physikalischen Adapter auf mehrere Server innerhalb des Systems zugegriffen wird. »Fünf kleinere Server benutzen gemeinsam nur zwei Adapter, die größeren Server bekommen  je einem eigenen Adapter«, erklärt Beckers. »Insgesamt konnten wir rund 30 Prozent der Ethernet-und Fibre-Channel-Adapter sparen.«
Geprüft wurden weitere Funktionen wie Link-Aggregation, also die Zusammenfassung mehrerer Verbindungen zu einem breitbandigen Link, sowie Clustering und Failover, die auch das Speichernetz einbezogen. Die Tests verliefen zufriedenstellend.
Die eigentliche Migration erfolgte schrittweise ab Februar 2006. Bei bestimmten Anwendungen mussten hier die Zeitfenster der Fachbereiche beachtet werden. Bisher wurden bereits SAP und die Oracle-Cluster auf die neuen Systeme übertragen. Zuerst wurden die Anwendungen entsprechend aktualisiert, dabei erhielten zunächst alle Server die neueste Version von AIX 5.3. Anschließend wurden die Betriebssysteme von den alten auf die neuen Server übertragen, die Platten mit den Anwendungsdaten vom alten Server abgehängt und mit dem neuen verbunden, was bei SAP etwa drei bis vier Stunden pro Umzug  in Anspruch nahm.