Brocade baut ihren Anteil aus

Cisco bricht auf dem SAN-Markt ein

12. Juni 2009, 14:06 Uhr | Werner Veith
Bei den High-End-SAN-Switches erlebt Cisco nach der Dell’Oro Group einen dramatischen Einbruch.

Ciscos Ausflug in den Server-Markt hat unangenehme Nebenwirkungen. Die bisherigen Kunden und jetzigen Konkurrenten schenken ihre Gunst vermehrt Brocade.

Dass ein Marktanteil so dramatisch einbricht, wie der von Cisco bei High-End-Storage-Area-Network-Switches, haben die Marktforscher der Dell’Oro Group noch nicht erlebt. Der Anteil von Cisco sank in den ersten drei Monates dieses Jahres von 47,6 auf 32 Prozent. Im Gegenzug konnte Brocade seinen Anteil erheblich ausbauen: von 52,7 auf 67,1 Prozent. Die Marktforscher sprechen von einem Erdrutsch.

Dafür verantwortlich gemacht wird, dass Cisco seine langjährigen Partner IBM und HP durch die Markteinführung eigener Blade-Server vor den Kopf gestoßen hat. Die Reaktion erfolgte nun schnell und grausam. So hat IBM im April ein Vertriebsabkommen mit Brocade geschlossen. Dabei war der High-End-Bereich bisher eine Stärke von Cisco.

Im Gesamtmarkt der Storage-Area-Network-Switches, also einschließlich der Low-End-Geräte, hat Brocade nun einen Anteil von 75,5 Prozent (Dezember 65,7 Prozent). Dagegen ist Cisco auf 19,8 Prozent abgerutscht (Dezember 29,6 Prozent). Außer der Wut der wichtigen Cisco-Partner haben laut Dell’Oro noch zwei weitere Faktoren das Ergebnis beeinflusst: eine Preissenkung seitens Cisco um 16 Prozent sowie die Stärke des Produktportfolios von Brocade.


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