Zum dritten Mal verlieh das ZKM (Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe) gemeinsam mit dem Partner CyberForum e.V. den AppArtAward 2013 für die besten kreativen Entwicklungen im Bereich der mobilen Applikationen.
Über 100 Einreichungen aus 23 Ländern musste die Jury sichten – jetzt stehen die Preisträger des AppArtAward 2013 fest. Aus den drei Kategorien »Künstlerischer Innovationspreis«, »Crowd Art Award« und »Augmented Reality Award« (jeweils mit 10.000 Euro dotiert) wurden die Gewinner gekürt, die am 12. Juli ihren Preis im ZKM Karlsruhe entgegennahmen.
Den »Künstlerischen Innovationspreis« erhielt die niederländische Künstlergruppe JODI für ihre Entwicklung »ZYX«, eine Kunstanwendung, die den Benutzer in einen Performer verwandelt. »Mit dieser App bringen JODI den User an seine physischen Grenzen, indem einfache Bewegungensabläufe immerzu wiederholt werden müssen, um ins nächste Level zu gelangen, quasi am Leben zu bleiben«, beschreibt Rainer Kohlberger , Visual Artist, Designer und Gewinner des AppArtAward 2011, den Reiz dieser Applikation.
Der Sonderpreis »Crowd Art Award« ging an Andrew Bluff aus Australien für das »Mobile Phone Orchestra«. Mit dieser App nimmt der User an einem automatisierten, kollaborativen Klangexperiment teil, das die privaten Musik-Libraries der einzelnen Benutzer zu einem öffentlichen Klangraum vereint. Jedes iDevice wird zum individuellen »Soundgeber« und schafft so in Kombination mit weiteren Mobilgeräten einzigartige Klangkunstwerke.
Mit dem Sonderpreis »Augmented Reality Award« wurde die App »ARART« ausgezeichnet. Durch Bilderkennung offenbart die Applikation von drei japanischen Künstlern hintergründige und skurrile Animationen, die den Nutzer zwingen, nach versteckten Botschaften zu suchen. Simon Knipper, Software-Designer der CAS Software AG ist begeistert: »Plötzlich zerbröckelt die Mona Lisa und wird zu einem alten Mann (Leonardo da Vinci), der seine Finger bewegt. Man ist für einen Moment zwischen der virtuellen und tatsächlichen Realität gefangen und fragt sich: ›Was wäre wenn?‹ Auf diese Weise erweckt die App nicht nur Gemälde zum Leben sondern auch die kreativen Gedanken des Betrachters.«
Die Jury wurde in diesem Jahr erstmals durch den IT-Dienstleister Testbirds bei der Vorauswahl unterstützt. Testbirds begutachtete die Apps im Vorfeld durch Crowdtesting-Verfahren. Berücksichtigt haben die Tester neben der Idee, der Umsetzung, dem optischen Design, dem Unterhaltungswert sowie der Benutzerfreundlichkeit vor allem den Innovationsgrad und die Kreativität der App.