Cloudflight startet KI-Offensive mit neuem CEO
Cloudflight richtet seine Strategie stärker auf Künstliche Intelligenz aus. Gemeinsam mit dem KI-Spezialisten Paiqo startet der IT-Dienstleister ein integriertes KI-Angebot für Unternehmen. Parallel übernimmt André Holhozinskyj die Rolle des CEO der Cloudflight Group.
Künstliche Intelligenz verändert derzeit Geschäftsmodelle, Wertschöpfungsketten und Softwarearchitekturen in vielen Branchen. Zahlreiche Unternehmen hätten bereits erste KI-Pilotprojekte gestartet, allerdings gelinge der Übergang zu skalierbaren Lösungen im operativen Geschäft häufig nur begrenzt.
Der europäische IT-Dienstleister Cloudflight reagiert darauf mit einer strategischen Neuausrichtung. Gemeinsam mit dem Daten- und KI-Spezialisten Paiqo (Eigenschreibweise „paiqo“) habe das Unternehmen ein integriertes KI-First-Angebot gestartet. Dieses soll Beratung, Software-Engineering, Datenplattformen sowie KI-Anwendungen miteinander verbinden und Unternehmen bei der umfassenden Integration von KI unterstützen.
Ziel sei es laut Unternehmen, KI nicht lediglich als isolierte Funktion einzusetzen, sondern als Bestandteil der gesamten digitalen Architektur – von Dateninfrastrukturen über Geschäftsprozesse bis hin zu neuen digitalen Services.
Neuer CEO soll KI-Strategie vorantreiben
Parallel zur strategischen Neuausrichtung hat Cloudflight seine Führungsstruktur angepasst. Seit dem 1. Februar 2026 verantwortet André Holhozinskyj als Chief Executive Officer die Cloudflight Group. Holhozinskyj war zuvor CEO der synvert Group, einem Anbieter für Daten- und KI-Lösungen mit Aktivitäten in Europa und dem Mittleren Osten. Davor bekleidete er verschiedene Führungspositionen bei Accenture und begleitete dort laut Unternehmen internationale Enterprise-Kunden bei strategischen Transformationsprojekten.
Bei Cloudflight soll er insbesondere den Ausbau des Unternehmens zu einem integrierten KI-First-Technologiepartner vorantreiben. Der Fokus liege darauf, Unternehmen bei der Umsetzung von KI-Strategien von der Konzeptphase bis zur produktiven Implementierung zu begleiten.
Doris Lippert übernimmt Geschäftsführung in Österreich
Auch die Landesorganisation wird neu aufgestellt. Zum 1. April 2026 übernimmt Doris Lippert die Geschäftsführung von Cloudflight Österreich. Lippert war zuletzt Mitglied der Geschäftsführung von Microsoft Österreich und verantwortete dort das Partner- und Technologie-Ökosystem. Darüber hinaus ist sie Präsidentin des VÖSI (Verband Österreichischer Software Innovationen) und engagiert sich für Innovation im europäischen Technologiesektor sowie für mehr Diversität in der IT-Branche.
In ihrer neuen Rolle soll sie laut Unternehmen insbesondere die Weiterentwicklung von Cloudflight als integriertes europäisches Technologieunternehmen mit Fokus auf KI und Softwareengineering vorantreiben.
Integriertes KI-Angebot gemeinsam mit paiqo
Bereits im Oktober 2025 hatten sich Cloudflight und Paiqo zusammengeschlossen, um Kompetenzen im Bereich Datenplattformen und Künstliche Intelligenz zu bündeln. Das nun gestartete Angebot adressiere laut Unternehmen eine zentrale Herausforderung vieler Organisationen: Trotz zahlreicher KI-Initiativen scheitere die breite Einführung häufig an fehlender Integration in bestehende IT-Architekturen und Geschäftsprozesse.
Das gemeinsame Portfolio umfasst unter anderem:
- strategische Technologie-, Daten- und KI-Beratung
- End-to-End-Softwareentwicklung und digitale Lösungen
- moderne Datenplattformen und skalierbare Datenarchitekturen
- integrierte KI- und Machine-Learning-Anwendungen
Darüber hinaus setzen beide Unternehmen nach eigenen Angaben auf wiederverwendbare Module sowie sogenannte KI-Acceleratoren, die Implementierungszyklen verkürzen und Unternehmen beim Übergang von Pilotprojekten zu produktiven Lösungen unterstützen sollen.
Fokus auf skalierbare Architekturen und europäische Technologie
Cloudflight positioniert sich als Anbieter für Systemintegration und digitale Transformation mit Schwerpunkt auf sogenannten agentischen Technologien und KI-gestützter Softwareentwicklung. Das Unternehmen verfolgt nach eigenen Angaben einen Ansatz, der strategische Beratung, Daten- und KI-Kompetenzen sowie modernes Softwareengineering kombiniert.
Mit Standorten in der DACH-Region sowie in Zentral- und Osteuropa will Cloudflight lokale Kundennähe mit internationaler Entwicklungskapazität verbinden. Gleichzeitig betont das Unternehmen den Einsatz offener und technologisch souveräner Architekturen, um Integrationsfähigkeit und langfristige Unabhängigkeit in Unternehmensumgebungen zu gewährleisten.
Cloudflight beschäftigt mehr als 800 Mitarbeitende an 17 Standorten in Europa und arbeitet mit Unternehmen aus Branchen wie Industrie, Handel, Logistik, Energie, Finanzdienstleistungen und öffentlicher Sektor zusammen.