Alles ganz einfach?
Wie viel Know-how braucht die Vermarktung cloud-basierter Videokonferenzen? Das ist wohl die wichtigste Frage, die sich interessierte Fachhändler stellen sollten. „Je nach Fokus“, lautet darauf die Antwort von Tobias Enders, Geschäftsführer der GMS Global Media Services. So reiche das Basiswissen für Reseller, die sich alleine auf den Vertrieb konzentrieren, vollkommen aus. Wohingegen spezifische Serviceleistungen tiefgreifende Fachkenntnis erfordern. Und gerade das Angebot zusätzlicher Serviceleistungen spült neben dem Verkauf der Videokonferenztechnik zusätzliches Geld in die Kassen. Allerdings erfordert die Ausbildung der Mitarbeiter viel Zeit und vor allem Geld. Dass sich der Aufwand lohnt, davon ist Hans-Jürgen Jobst, Senior-Product-Marketing-Manager bei Avaya, überzeugt. Er weiß, welche Fragen Händler im Vorfeld an ihre Kunden stellen sollten: „Damit die Videokonferenzsysteme reibungslos mit der vorhandenen IT zusammenspielen und den jeweiligen Anforderungen gerecht werden, muss einiges geklärt werden, um eine geeignete Lösung zu finden. Warum möchte der Kunde Videokommunikation einsetzen? Gibt es vorhandene Komponenten, die integriert werden müssen? Und wie leistungsstark ist das Netzwerk?“ Um als kompetenter Berater aufzutreten, reiche es längst nicht mehr aus, die gegenwärtigen Produkte zu kennen. Vielmehr sollte der Fachhändler über Wissen im Bereich IP-basierter Kommunikation, IT-Security und Netzwerktechnik verfügen. Jobst: „Moderne Videosysteme sind IP-basiert und die benötigte Bandbreite hat oftmals Auswirkungen auf das Netzwerk und dortige Komponenten. Da die Konferenzen auch über das Internet geführt werden und sich Mitarbeiter mobil zuschalten sind auch Kenntnisse in der IT-Sicherheit von Vorteil – Stichwort Firewall. Um große Raumsysteme einzurichten und die Komponenten wie Displays, Beamer und Audioanlagen zu verbinden, kann zudem Wissen im Bereich Audio- und Videotechnologie hilfreich sein.“