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Sicherheit

Mit IT-Security punkten

Überwachungsskandale, Cyberattacken und Wirtschaftsspionage: Die jüngsten Vorfälle haben Unternehmen für den Stellenwert ihrer IT-Sicherheit sensibilisiert. Die Investitionen in diesem Segment steigen. Auf spezialisierte Händler und Systemhäuser warten lukrative Geschäfte - insofern sie auf die richtigen Themen setzen und ihre eigene Strategie gegebenenfalls überdenken.

Claudia Rayling, Redakteurin funkschau handel • 18.11.2013 • ca. 1:15 Min

Händler, die jetzt auf IT-Security setzen, haben gute Karten.
Händler, die jetzt auf IT-Security setzen, haben gute Karten.
© Kim Schneider - fotolia.com

Cyberkriminelle haben insbesondere an kleinen Unternehmen ein ausgeprägtes Interesse, wie Kaspersky erst kürzlich bestätigte. Dem Anbieter zufolge kostet eine zielgerichtete Attacke den Klein- und Mittelständler im Schnitt 55.000 Euro. Mit Umsätzen in Milliardenhöhe und Millionen von Beschäftigten sind die Gefahren dieser Klientel nicht zu unterschätzen. Denn auch sie verfügen über sensible Kundendaten und bedeutende Betriebsinterna. Sie sind es auch, die tendenziell auf weniger Schutzmaßnahmen setzen, weil sie sich nicht als Zielscheibe krimineller Machenschaften sehen. Doch auch an ihnen gingen die Hiobsbotschaften der letzten Zeit nicht spurlos vorüber. Neben den großen Unternehmen sind auch die Klein- und Mittelständler mehr und mehr bereit, in die Sicherheit ihres Unternehmens zu investieren. Gut für Reseller, die jetzt auf das Thema Security setzen.

Der Markt für IT-Security befindet sich derzeit im Umbruch, betont Thomas Brinkschröder, Business-Development-Manager bei Westcon Security. Von den Systemhäusern fordere dieser Umstand ein hohes Maß an Kompetenz und Flexibilität. Die Voraussetzungen sind derzeit besser denn je: Der Markt ist, den Zahlen von Westcon Security zufolge, 2013 um vier bis sechs Prozent gewachsen. Das „Wettrüsten“ der Cyberkriminellen hat zudem die Nachfrage nach neuen Lösungen befeuert: „IPS-Systeme und Next-Generation-Threat-Protection-Systeme zum Schutz vor zielge-richteten Attacken und Zero-Day-Exploits, Web-Application-Firewalls, die webbasierte Attacken stoppen, und unterschiedlichste mobile Sicherheitslösungen sind nur drei Beispiele für neue Technologieansätze, die viele Firmen aktuell auf die Agenda nehmen“, weiß Brinkschröder. Deutlich gestiegen ist auch die Komplexität der Angriffe, und damit steigen auch die Anforderungen an die IT-Sicherheit, wie Richard Hellmeier, Vorstand und CTO bei Computerlinks, zu bedenken gibt. „Neue Angriffsszenarien wie Advanced-Persistent-Threats (APT), also komplexe, zielgerichtete Angriffe, die Kombinationen verschiedener Schwachstellen nutzen, sind auf dem Vormarsch. Hier sind Endkunden häufig überfordert und benötigen die Unterstützung derjenigen Fachhändler, die mit solchen Szenarien vertraut sind und Lösungsansätze dafür entwickeln.“

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